Marathon-Knirps Experten befürchten Gesundheitsschäden
Neu-Delhi - Der Junge sei unterernährt, leide unter Blutarmut und kardiologischem Stress, berichtet die Zeitung "Hindustan Times". Zu diesem Schluss seien die Ärzte gekommen, die das Kind nach dem 65-Kilometer-Marathon auf Antrag der Nationalen Menschenrechtskommission untersucht haben.
Wenn Budhia Singh weiterhin lange Strecken laufe, könnte sich sein Zustand nach Ansicht der Ärzte noch verschlechtern. Es drohe sogar Nierenversagen, so das Blatt weiter. Das Gutachten empfahl weitere Untersuchungen, unter anderem im Hinblick auf Doping.
Der Vierjährige war vergangene Woche zu einem 70-Kilometer-Lauf im Unionsstaat Orissa angetreten, um einen Eintrag ins indische Rekordbuch zu bekommen. Bei heißem und schwülem Wetter war Budhia rund sieben Stunden unterwegs, bevor Ärzte das völlig erschöpfte Kind fünf Kilometer vor dem Ziel stoppten. Menschenrechtler fordern Ermittlungen gegen den Trainer des Jungen, der sich des Halbwaisen vor zwei Jahren angenommen hatte und schon des Öfteren beschuldigt wurde, das Lauftalent des kleinen Jungen auszubeuten.
aki/AP