Martin Luther Kings Tod Wo Washington brannte
Innerhalb weniger Stunden herrschten in weiten Teilen der Hauptstadt Aufruhr und Gewalt. An diesem Frühlingstag vor 50 Jahren, dem 4. April 1968, hatte ein Mann namens James Earl Ray mit einem Jagdgewehr aus dem Toilettenfenster eines Motels in Memphis geschossen - auf einen dunkelhäutigen Mann, der gerade auf dem gegenüberliegenden Balkon stand: Martin Luther King.
Wenig später gingen in Washington, wo King einst seine "I have a Dream"-Rede gehalten hatte, unzählige Menschen auf die Straße. Die Wut in der afroamerikanischen Community war groß, sehr groß: Die aufgebrachte Menge warf Scheiben ein, plünderte Geschäfte und steckte ganze Gebäude in Brand.
Die lokale Polizei war überfordert, die US-Regierung entsandte die Nationalgarde nach Washington. In manchen vor allem von Afroamerikanern bewohnten Vierteln dauerte es Jahrzehnte, bis die letzten Spuren der Ausschreitungen aus dem Straßenbild verschwunden waren.
Ein halbes Jahrhundert später hat der Fotograf Pablo Martinez Monsivais für die Nachrichtenagentur AP einige der Orte in Washington besucht , an denen Reporter während der Krawalle damals Aufnahmen gemacht hatten. Statt brennender Häuser fand er Einkaufsmeilen und schicke Neubauten.
Sehen Sie hier im direkten Vergleich, wie sehr sich die Stadt seitdem gewandelt hat - auch wenn der Rassismus, den Martin Luther King einst bekämpfte, längst nicht verschwunden ist.
7th Street NW in Washington
Fotos: Bob Schutz / AP / Pablo Martinez Monsivais / AP
National Cathedral in der 3101 Wisconsin Avenue NW, links: King predigt am 31. März 1968
Fotos: John Rous / AP / Pablo Martinez Monsivais / AP
Straßenecke von 14th und Kenyon Street in Washington
Fotos: AP/ DC Public Library Special Collections / Pablo Martinez Monsivais / AP
Straßenecke von 4th Street und H street NE in Washington
Fotos: AP/ DC Public Library Special Collection / Pablo Martinez Monsivais / AP
Straßenszene nahe der Kreuzung von 14th Street und Park Road
Fotos: AP/ DC Public Library Special Collections / Pablo Martinez Monsivais / AP
Straßenecke von 14th Street and Kenyon Street NW in Washington
Fotos: AP/ DC Public Library Special Collections / Pablo Martinez Monsivais / AP
Straßenecke von 7th und N Street NW in Washington
Fotos: AP/ Library of Congress / Pablo Martinez Monsivais / AP
Straßenecke von 7th Street und K Street NW in Washington
Fotos: Bob Schutz / AP / Pablo Martinez Monsivais / AP
Straßenecke von 7th Street und K Street NW in Washington
Fotos: Anonymous / AP / Pablo Martinez Monsivais / AP
Straßenecke von 4th Street und H Street in Washington
Fotos: Anonymous / AP / Pablo Martinez Monsivais / AP
Straßenecke von 11th Street und K Street NW in Washington
Fotos: Charles Harrity / AP / Pablo Martinez Monsivais / APVon den Auswirkungen der Krawalle in Washington ist wenig geblieben, von der Botschaft Martin Luther Kings jedoch eine ganze Menge: Lesen Sie hier, inwieweit der Bürgerrechtler das Land verändert hat.