McCartneys Scheidungszoff "Rentner" contra "Verräterin"
London - Der Ehering an seiner Hand soll bereits verschwunden sein, auch die Haare seien nicht mehr gefärbt und ein Anzug ersetze das jugendliche Outfit: Paul Cartney, 64, so wurde unlängst gemeldet, vollziehe auch äußerlich die Trennung von seiner 26 Jahre jüngeren Frau.
Zu den kosmetischen Abgrenzungsversuchen gesellen sich nun jene, die einen Rosenkrieg ausmachen: Wollten sich der Ex-Beatle und Heather Mills anfänglich noch im Guten trennen, spitzt sich der Streit jetzt zu. McCartney nannte das Ex-Model laut eines Berichts der englischen Sonntagszeitung "News of the World" eine "Verräterin"; Mills klagte in der Öffentlichkeit, sie fühle sich "sitzengelassen".
Dramaturgisch konsequent beziehen die beiden Prominenten ihr Umfeld in den Zoff mit ein: Mills lästere über ihren Noch-Ehemann, verhöhne ihn als "Rentner". Der hingegen war, glaubt man dem "Daily Mirror", noch agil genug, das Schloss am gemeinsamen Haus auswechseln zu lassen und das gemeinsame Bankkonto einzufrieren.
Der Streit ums große Geld steht aber noch an: Milliardär McCartney und Mills schlossen bei der Hochzeit im Juni 2002 keinen Ehevertrag; Frau Mills kann deshalb mit bis zu 290 Millionen Euro rechnen - knapp ein Drittel von McCartneys Vermögen. Ein Abfindungsangebot über 43 Millionen lehnte sie vor kurzem ab.
Ihr Ex-Partner griff unterdessen vorsorglich an anderer Stelle tief in die Tasche und engagierte die Prominentenanwältin Fiona Shackleton. Die Juristin hat bereits Prinz Charles bei der Scheidung von Lady Di beraten, ihre Honorare sind dementsprechend fürstlich.
Unbezahlbar bleibt letztlich das Seelenheil des gemeinsamen Kindes. Wer das Sorgerecht für die zweijährige Beatrice erhalten wird, ist bislang offen. Man kann nur hoffen, dass hier Vernunft und Umsicht zu ihrem Recht kommen werden - und nicht zwei monströse Egos.
dan/dpa