Mexiko: Papst-Blut soll Drogenkrieg beenden - DER SPIEGEL
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Mexiko Papst-Blut soll Drogenkrieg beenden

Im Kampf gegen die Bandenkriminalität greift Mexiko zu einem ungewöhnlichen Mittel: Eine Reliquie mit Blut des verstorbenen Papstes Johannes Paul II. soll durch das Land getragen werden - der Vatikan schickt für die Prozession eine Ampulle Blut nach Lateinamerika.
Papst Johannes Paul II. (Archivbild aus 1992): Blut des Verstorbenen soll Frieden bringen
Papst Johannes Paul II. (Archivbild aus 1992): Blut des Verstorbenen soll Frieden bringen

Papst Johannes Paul II. (Archivbild aus 1992): Blut des Verstorbenen soll Frieden bringen

Foto: MASSIMO SAMBUCETTI/ ASSOCIATED PRESS
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Vatikanstadt - Am 25. August soll es losgehen: Eine Reliquie mit Blut des verstorbenen Papstes Johannes Paul II. soll vier Wochen lang durch Mexikos Diözesen getragen werden. Mit der Prozession soll der Frieden in dem von Bandenkämpfen geplagten Land gestärkt werden.

Die mexikanische Bischofskonferenz habe den Vatikan um eine Ampulle mit dem Blut des Papstes gebeten, berichtete Radio Vatikan am Mittwoch. Demnach soll die Reliquie kommenden Mittwoch in Mexiko eintreffen, bevor sie in das Marienheiligtum von Guadalupe gebracht wird.

Karol Wojtyla war als Papst fünf Mal nach Mexiko gereist. Kurz vor seinem Tod 2005 waren ihm fünf Ampullen mit Blut entnommen worden. Seitdem er im Mai von seinem Nachfolger Benedikt XVI. selig gesprochen wurde, gelten diese Ampullen als Reliquien, die von den Gläubigen verehrt werden dürfen.

In Mexiko tobt seit Jahren ein blutiger Drogenkrieg. Seitdem Präsident Felipe Calderón nach seinem Amtsantritt im Dezember 2006 eine groß angelegte Militäroffensive gegen die rivalisierenden Drogenbanden ausrief, wurden nach Angaben der Behörden landesweit mehr als 41.000 Menschen getötet.

lgr/AFP