"Miss USA": Die Sache mit der Stange
"Miss USA" Der versuchte Stangentanz-Skandal
New York/Las Vegas - "Steht ihr Titel auf dem Spiel?", fragte der US-Fernsehsender CBS pseudo-mitleidig auf seiner Internetseite, um wenig später genüsslich auszubreiten, was man denn gegen die frisch gekürte "Miss USA" Rima Fakih in der Hand zu haben glaubte.
Die erste Araberin, die sich nun als schönste Frau der Vereinigten Staaten bezeichnen darf, nahm demnach vor einigen Jahren, es war 2007, an dem Stangentanz-Wettbewerb "Stripper 101" eines Radiosenders teil.
Allerdings bestand das Publikum damals laut CBS nur aus Frauen - und die Möchtegern-Stripperinnen zogen sich auch nicht aus, sondern bewegten sich lediglich verführerisch. "TMZ" zufolge gewann Fakih seinerzeit den prüden Contest - und bekam dafür Sexspielzeug und eine Stange zum Daheim-Tanzen. Trotzdem sollen "Miss USA"-Offizielle nun Erkundigungen über den Wettbewerb eingezogen haben. Im vergangenen Jahr war die Titelträgerin nachträglich noch entthront worden.
Football und Kickboxen
Die aus dem Libanon stammende Fakih wurde am späten Sonntagabend (Ortszeit) in Las Vegas zur "Miss USA" gewählt. Die 24-Jährige aus Dearborn, einem Vorort von Detroit, ging als "Miss Michigan" ins Rennen. Fakih wurde im Libanon geboren, wuchs aber in New York und Michigan auf. Sie setzte sich gegen 50 Konkurrentinnen aus allen Staaten der USA und aus Washington durch.
Im Finale konnte sie Morgan Elizabeth Woolard, die "Miss Oklahoma", bezwingen, die nun für ein Jahr ihre Vertreterin sein soll. Dritte wurde Samantha Casey aus Virginia. Fakih hat nach Angaben der Veranstalter einen Abschluss in Wirtschaft von der Universität ihres Heimatstaats Michigan.
Die 24-Jährige, deren Hobbys vor allem Football und Kickboxen seien, wolle nach ihrer Zeit als "Miss USA" ein Jurastudium machen. Als sie gefragt wurde, wie sie sich als Gewinnerin fühle, antwortete sie laut Medienberichten: "Fragen Sie mich, nachdem ich eine Pizza hatte."