Moskauer Modewoche: Kreml auf dem Kopf - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Moskauer Modewoche Kreml auf dem Kopf

In Russland wird es bekanntlich eisig kalt. Für die Moskauer Frau von Welt darf es deswegen gerne etwas Pelziges sein. Die Designer kamen den Wünschen ihrer begüterten Kundinnen auf der Moskauer Modewoche gerne nach.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Hamburg - Eingekuschelt in übergroße Pelzkapuzen, umwallt von großzügig geschnittenen Wollgewändern: Die russische Wintermode für die kommende Saison präsentiert sich den klimatischen Bedingungen des Landes angemessen. Für die Disco darf's dann etwas luftiger sein. Ultrakurze Miniröcke, scharfe High-Heels und ausgefallene Hutkreationen sorgen für einen glamourösen Auftritt am Abend. Kaviar und Champagner dürfen serviert werden.

Gerade ist die "Moscow Fashion Week" im Gostiny Dwor zu Ende gegangen. Die Moskauer Modewoche findet traditionell unmittelbar im Vorfeld der "Russian Fashion Week" statt. Namhafte russische Designer und viel versprechende Newcomer präsentierten dort ihre edlen und ausgefallenen Kreationen.

Man ist stolz auf die einheimischen Designer, daran lassen die Organisatoren der Moskauer Modewoche keinen Zweifel. Auf ihrer Internetseite zitieren sie die einflussreiche Modekritikerin Suzy Menkes. Sie soll - allerdings klingt das eher doppeldeutig - über russische Mode gesagt haben: "Die russischen Designer suchen noch nach einer Identität in einer Welt, die sich so rasant von Prawda in Richtung Prada gewandelt hat."

hoc