Mutters Pläne: Giulia Siegel soll Gottschalk beerben - DER SPIEGEL
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Mutters Pläne Giulia Siegel soll Gottschalk beerben

Die eine sieht ihre Tochter schon als Super-Entertainerin, die andere dementiert urwaldinterne Liebesgerüchte: Geht es nach den Müttern von Giulia Siegel und Nico Schwanz, sind ihre Kinder längst Dschungelkönige - und verdienen höhere Weihen.
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München - "Hochintelligent, umtriebig und arbeitswütig" sei ihre Giulia, sagte Dunja Siegel jetzt der Illustrierten "Bunte". Geht es nach der Ex-Frau von Schlagerproduzent Ralph Siegel, hat die gemeinsame Tochter alle Chancen, ganz nach oben zu kommen: "Sie ist für mich die ideale Nachfolgerin für Thomas Gottschalk bei 'Wetten, dass ...?'", erklärte die aus der Slowakei stammende Grafikerin.

Über die Gründe Giulias ("attraktiv, mehrsprachig und schlagfertig"), an der RTL-Reality-Show "Ich bin ein Star … holt mich hier raus" teilzunehmen, sagte Dunja Siegel: "Ich nehme an, eines ihrer Motive ist, allen und vor allem ihrem Vater zu imponieren." Ihre Tochter eifere den Erfolgen und der Karriere ihres Vaters nach. "Beim Abschied sagte sie mir, sie wolle zeigen, wer sie wirklich ist."

Wie ihr Vater sehne sich die Tochter nach Anerkennung und "möchte von der ganzen Welt umarmt werden", so Dunja Siegel weiter. Sie war von 1975 bis 1989 mit Ralph Siegel verheiratet und hat noch eine weitere Tochter mit ihm, Marcella.

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Ralph Siegel wollte sich der "Bunten" zufolge nicht zur Teilnahme seiner Tochter am Dschungelcamp äußern. Der Schlagerproduzent ist berühmt und umstritten aufgrund seiner zahlreichen Kompositionen für den Eurovision Song Contest ("Grand Prix"). Seinen größten Erfolg feierte Siegel 1982 in Harrogate, als die Sängerin Nicole mit dem von ihm geschriebenen Lied "Ein bisschen Frieden" den Grand Prix gewann.

Eben diesen Schlager trällerte Tochter Giulia, als sie im Dschungelcamp eine besonders ekelerregende Prüfung bestehen musste. Moderator Dirk Bach kommentierte ungerührt: "Clever, so verdient sie für den Papa noch ein bisschen von der Gema nebenbei." In der Tat ist Ralph Siegel mit über 2000 Titeln bei der Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und Vervielfältigungsrechte (Gema) registriert. Am 25. März 2007 erhielt Siegel den "Echo" für sein Lebenswerk.

Nackt im "Playboy" für den Ruhm

So weit hat es die moderierende, musizierende und modelnde Tochter bisher nicht gebracht, auch wenn ihr Name seit Bekanntwerden ihres Einzugs ins Dschungelcamp in aller Munde ist. Als sie sich dann auch noch nackt im "Playboy" ablichten ließ, war ihr die totale Aufmerksamkeit gewiss.

Doch privat hat Siegel zu kämpfen. Die Mutter von drei Kindern lieferte sich eine Scheidungsschlacht mir ihrem Ex-Ehemann Hans Wehrmann, von dem sie sich nach acht Jahren Ehe getrennt hatte. Wehrmanns bei der Scheidung vereinbarte einmalige Zahlung von 100.000 Euro bezeichnete sie der "Bunten" gegenüber als "Witz". Sie müsse nun jedes Wochenende arbeiten und habe keine Zeit mehr "mit den Kindern in den Tierpark zu gehen".

Auch im australischen Camp hat die 34-Jährige derzeit Schwierigkeiten. Zwar bewies sie Mut und schlug sich bei den sogenannten Dschungelprüfungen von "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" erfolgreich. Dennoch machte sie sich bei ihren Mitstreitern unbeliebt. Sie stelle zu viele Ansprüche, fordere permanent Zuwendung und wolle dann auch noch massiert werden, so der Vorwurf.

Das Bananen-Debakel

Zuletzt brach Siegel einen "Bananen-Streit" vom Zaun: Dass nur die 77-jährige Schauspielerin Ingrid van Bergen eine Banane zugeteilt bekam, weil sie Vegetarierin ist, erzürnte die Blondine über die Maßen. Sie selbst esse auch kein Fleisch ("Nur Huhn, Pute, Fisch und Rind"), beschwerte sie sich und forderte ebenfalls eine Extraportion.

Ihre Fans blieben der nervösen Einzelkämpferin dennoch auch an diesem Abend treu: Nach drei Männern musste am Dienstagabend zwar erstmals eine Frau das Dschungelcamp verlassen. Die hieß aber Christina "Mausi" Lugner.

Die 40-jährige Society-Lady hatte das "harte Leben" im Camp gelassen genommen. Nach 17 Jahren Ehe könne sie der Dschungel nicht mehr so leicht aus der Bahn werfen, hatte die Ex-Frau des Wiener Bauunternehmers Richard Lugner angekündigt. Vor ihr hatten bereits Schauspieler Michael Meziani, der frühere "Glücksrad"-Moderator Peter Bond und Ex-Eiskunstläufer Norbert Schramm die Koffer packen müssen.

Jetzt kämpfen nur noch sechs Kandidaten um den Titel des australischen Dschungelkönigs. Im Rennen sind außer Giulia Siegel der Schauspieler Günther Kaufmann, 61, Sängerin Lorielle London, 27, Moderatorin Gundis Zámbó, 42, Schauspielerin Ingrid van Bergen, 77, und - last but not least - das Model Nico Schwanz, 31.

Auch dessen Mutter fühlte sich bemüßigt, sich zu den TV-Eskapaden ihres Sohnes zu äußern, nachdem diesem eine Affäre mit Camp-Kollegin Gundis Zambo nachgesagt wurde. "Das stimmt um Gottes Willen nicht", sagte Marion Schwanz am Mittwoch in Apolda bei Jena. Das Verhältnis zwischen den beiden sei "rein freundschaftlich", der Nico "eben so ein kumpelhafter Typ", so die 57-Jährige. Auch widersprach sie vehement Gerüchten, der 31-jährige Nico, der 2003 zum "Mr. Model of the World" gekürt wurde, sei pleite.

Nach 16 Tagen täglicher Live-Berichterstattung werden die Zuschauer am Samstag im Finale entscheiden, wer in diesem Jahr von den dann noch drei verbliebenen Mistreitern den Dschungel-Thron besteigen kann.

ala/ddp