Unglück Dutzende Tote nach Gasexplosion in Nigeria
Großbrand kurz vor Weihnachten: Bei einer Gasexplosion in Nigeria sind laut einem Medienbericht Dutzende Menschen ums Leben gekommen. Das Unglück ereignete sich demnach am Donnerstag beim Abpumpen eines Lastwagens an einer Gasanlage in der Stadt Nnewi im Bundesstaat Anambra. Das berichtet die nigerianische Zeitung "Leadership" und beruft sich auf einen Augenzeugen. Der Laster sei zu früh losgefahren, ohne die nötige Abkühlzeit abzuwarten, hieß es.
Unter den Toten seien Menschen, die ihre Gasvorräte vor dem Weihnachtsfest auffüllen wollten. Auch Anwohner und Passanten starben. Die Opfer direkt an der Gasanlage der Firma Inter Corp Oil Limited verbrannten zum Teil bis zur Unkenntlichkeit. Die Flammen griffen laut dem Augenzeugen auch auf Häuser über und zerstörten mehr als 50 Autos.
Während mehrere Augenzeugen von rund hundert Toten sprachen, bestätigte die Polizei zunächst nur sechs Todesopfer. Sechs weitere Menschen seien verletzt und würden derzeit im Krankenhaus behandelt, sagte ein Polizist.
Das Drama ereignete sich in Nnewi, einer vornehmlich christlichen Gemeinde im Südosten Nigerias. Laut einem Augenzeugen sei das Feuer um 11 Uhr ausgebrochen. "Es war wie eine Bombe, die Gasstation verschwand in dickem, schwarzem Rauch", wird der Augenzeuge zitiert. Das Feuer habe stundenlang gewütet. Rettungshelfer hätten keinen Zutritt zu dem Gebäude gehabt, in dem Menschen gefangen waren.
Die meisten Opfer hätten den ganzen Tag angestanden, um ihre Gastanks aufzufüllen, berichtet der Augenzeuge. Die Schwerverletzten seinen in das Nnamdi Azikiwe University Teaching Hospital in der Stadt gebracht worden.