Nordindien: Mindestens 19 Menschen sterben bei starkem Erdbeben - DER SPIEGEL
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Nordindien Mindestens 19 Menschen sterben bei starkem Erdbeben

Der Strom fiel aus, Häuser stürzten ein, Menschen sprangen aus den Fenstern: Ein Erdbeben der Stärke 6,9 hat Indien sowie Teile der Nachbarländer Nepal und Bangladesch erschüttert. Mindestens 19 Menschen kamen ums Leben.
Helfer an der eingestürzten britischen Botschaft in Nepal: Viele Tote nach Erdbeben
Helfer an der eingestürzten britischen Botschaft in Nepal: Viele Tote nach Erdbeben

Helfer an der eingestürzten britischen Botschaft in Nepal: Viele Tote nach Erdbeben

Foto: Binod Joshi/ AP
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Neu Delhi - Bei einem Erdbeben der Stärke 6,9 sind am Sonntag in Indien und Nepal mindestens 19 Menschen ums Leben gekommen. Seismologen zufolge ereignete es sich in dem zwischen Nepal und Bhutan liegenden Bundesstaat Sikkim und war in ganz Nordindien zu spüren. Das Epizentrum lag rund 60 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt von Sikkim, Gangtok, in etwa 7,4 Kilometer Tiefe. Erdstöße waren noch in der über 1000 Kilometer entfernten indischen Hauptstadt Neu Delhi zu spüren.

In Nepal unterbrachen Abgeordnete wegen des Bebens ihre Sitzung im Parlament und flüchteten aus dem Gebäude. In der Hauptstadt Kathmandu, 270 Kilometer westlich des Epizentrums, starben durch den Einsturz einer Mauer an der britischen Botschaft laut Polizei drei Menschen, darunter ein Motorradfahrer und seine mitfahrende achtjährige Tochter.

Im indischen Gangtok fiel aufgrund des Erdstoßes der Strom aus. Fünf Menschen starben in der Umgebung, 60 weitere wurden verletzt. Grund waren einstürzende Gebäude, Erdrutsche und herabfallende Gegenstände. Ein Bewohner von Gangtok sagte dem Fernsehsender CNN-IBN, die Menschen seien aus ihren Häusern gerannt und sogar aus den Fenstern gesprungen.

Bei einer Massenpanik im Bundesstaat Bihar starben neun weitere Menschen. Der indische Ministerpräsident Manmohan Singh rief die nationale Katastrophenschutzbehörde zu einer Sondersitzung ein. Die Luftwaffe entsandte fünf Flugzeuge, um bei den Rettungsarbeiten zu helfen.

Südasien wird immer wieder von schweren Erdbeben erschüttert. Ende 2005 hatte ein Erdbeben der Stärke 7,6 in der geteilten Region Kaschmir etwa 74.000 Menschen in Pakistan und Indien das Leben gekostet. 2001 starben im westindischen Bundesstaat Gujarat bei einem Beben der Stärke 7,7 mehr als 20.000 Menschen.

aar/dpa/dapd/AFP