Nordkorea: Überflutung fordert 88 Todesopfer - DER SPIEGEL
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Unwetter in Nordkorea Überschwemmungen fordern Dutzende Todesopfer

Starkregen und ein Taifun haben in Nordkorea zu drastischen Zuständen geführt. 88 Menschen seien ums Leben gekommen, Zehntausende hätten kein Obdach mehr, berichtet die staatliche Nachrichtenagentur.
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Pjöngjang - Bei heftigen Überflutungen sind in Nordkorea 88 Menschen ums Leben gekommen. Wie die staatliche Nachrichtenagentur KCNA meldete, hätten Starkregen und ein Taifun zu der Notlage geführt, bei der 63.000 Nordkoreaner obdachlos wurden. Unklar blieb, wann sich das Unwetter genau ereignete und welche Orte betroffen sind.

Mit den jüngsten Überflutungen könnte sich Versorgungslage weiter verschlechtern. In einem aktuellen Uno-Bericht werden 7,2 der 24 Millionen Einwohner Nordkoreas als "chronisch arm" eingestuft. Jedes dritte Kind leidet dem Bericht zufolge unter Entwicklungsstörungen als Folge von Hunger.

Nordkorea ist seit vielen Jahren von Überschwemmungen und Trockenheit betroffen. Der mangelhafte Lebensmittel-Vertrieb, sehr hohe Inflation und ausländische Sanktionen aufgrund des nordkoreanischen Atom- und Raketenprogramms haben zu schweren Hungersnöten geführt.

Nord- und Südkorea befinden sich auch mehr als fünf Jahrzehnte nach dem Korea-Krieg offiziell noch immer im Kriegszustand. Es gibt keine Hinweise dafür, dass Kim Jong Un, der seit dem Tod seines Vaters im Dezember an der Macht ist, einen grundlegenden politischen Kurswechsel vollzieht. Die Beziehungen zwischen Nord- und Südkorea haben sich nicht verbessert.

lei/Reuters