Orthodoxe Christen feiern Epiphaniasfest - DER SPIEGEL
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Nasser Ritus: Orthodoxe Christen feiern Epiphaniasfest

Foto: ALKIS KONSTANTINIDIS/ REUTERS

Orthodoxes Epiphania-Fest Sprung ins kalte Wasser

Für Millionen orthodoxe Christen ist es ein Festtag: Rund ums Mittelmeer begehen sie einen nassen Ritus - und zelebrieren so die Taufe Jesu und die Erscheinung des Heiligen Geistes.
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Athen - Orthodoxe Christen rund ums Mittelmeer haben zum neuen Jahr die bösen Geister vertrieben. Gläubige zelebrierten am Dienstag in Griechenland und Zypern mit einem Sprung ins Meer die Taufe Jesu und die Erscheinung des Heiligen Geistes - das sogenannte Epiphania-Fest. Mit diesem Ritus sollen der Tradition nach böse Dämonen verjagt werden.

Orthodoxe in Griechenland, der Türkei, Zypern, Bulgarien und Rumänien richten sich nach dem gregorianischen Kalender. Wie Katholiken und Protestanten und haben sie Weihnachten bereits am 25. Dezember gefeiert. In Russland, Weißrussland, der Ukraine und Serbien feiern die Orthodoxen nach dem julianischen Kalender Weihnachten, also 13 Tage nach dem westlichen Weihnachtsfest.

Griechische Gläubige und Priester gingen nach einer langen Messe in Prozessionen zum Meer oder zu Seen. Priester warfen dort Kreuze ins Wasser, um die Taufe Jesu zu symbolisieren. Zudem wurden Tauben freigelassen, die den Heiligen Geist symbolisierten. Gleichzeitig sprangen junge Menschen in Hafenbecken oder Seen. Wer als Erster das Kreuz findet, hat dem Glauben nach im neuen Jahr Glück. In Griechenland und Zypern ist Epiphania ein gesetzlicher Feiertag.

Auch in Bulgarien schreckte das eisige Wasser in Flüssen und Seen Gläubige nicht ab. Bei Temperaturen weit unter null Grad sprangen Dutzende in den mittelbulgarischen Fluss Tundscha, um das Heilige Kreuz zu holen. Und sie formierten sich zum traditionellen Reigentanz.

wit/dpa