Passagiere tanzen Harlem Shake in Flugzeug - DER SPIEGEL
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Tanz-Video im Flugzeug  Shakes on a Plane

Seit Wochen geistern Videos des Tanzphänomens "Harlem Shake" durchs Internet. Jetzt haben US-Studenten den Running Gag an Bord eines Passagierfliegers inszeniert. Bei YouTube ist das Video ein großer Erfolg - nur die US-Flugsicherheitsbehörde kann nicht darüber lachen.
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Hamburg - Trefflich lässt sich darüber streiten, ob das Internet-Mem "Harlem Shake" sein humoristisches Mindesthaltbarkeitsdatum nicht bereits überschritten hat. Videos von kostümierten Büromenschen, Passanten oder Soldaten beim hemmungslosen Herumzappeln haben in den vergangenen Wochen das Internet regelrecht geflutet; in so ziemlich jeder denkbaren Variation hat man den "Harlem Shake" schon gesehen.

Trotzdem ist es einer Gruppe von 18 US-amerikanischen College-Studenten jetzt gelungen, den albernen Tanz auf bisher ungeahnte Höhen zu bringen. Sie inszenierten den Running Gag in einem Passagierflugzeug rund 11.000 Meter über dem Erdboden. Ihr 31 Sekunden langes Video eines Zappel-Exzesses in der Passagierkabine ist ein Riesenerfolg bei YouTube - und ein Beweis dafür, dass Langstreckenflüge nicht zwingend eine langweilige Angelegenheit sein müssen.

Gar nicht witzig findet den Vorfall dagegen die US-Flugsicherheitsbehörde FAA - dem Nachrichtensender CNN zufolge wollen sich die Experten genau ansehen, was da am 15. Februar an Bord einer Maschine der Frontier Airlines abgelaufen ist. Nach Angaben der Behörde interessieren sich die Ermittler vor allem dafür, ob die Anschnallzeichen in der Passagierkabine eingeschaltet waren oder nicht. Den Tänzern droht außerdem eine Anzeige, wenn sie gegen die Anordnungen der Crew gehandelt haben sollten.

"Die waren ganz aufgeregt"

"Harlem Shake"-Videos wie jenes aus der Frontier-Airlines-Maschine folgen einem gewöhnlichn Schema: Die erste Einstellung zeigt zu pumpender Elektromusik eine Gruppe Menschen in einer scheinbar alltäglichen Situation. Einer, meistens jemand, der bereits durch einen Helm oder eine Maske als Zeremonienmeister gekennzeichnet ist, beginnt sich zu verrenken. Nach den ersten 15 Sekunden des Tracks, wenn der Bass dramatisch Fahrt aufnimmt, rasten alle Anwesenden völlig aus. Jeder wirft sich in Pose und zappelt zum Beat. Nach rund 30 Sekunden ist der freakshowartige Zauber vorbei.

"Ich bin nur ungern die bürokratische Spaßbremse", sagte Steve Wallace, der ehemalige Leiter der Flugunfalluntersuchung bei der FAA, dem Sender CNN . "Aber ich glaube, dass es hier ein Sicherheitsproblem gibt." Er warnte vor plötzlich auftretenden Turbulenzen, bei denen sich wild umherhüpfende Menschen im Flugzeug verletzen könnten. Besser sei, man bleibe angeschnallt.

Für die 18 Studenten, die sich auf dem Weg zu einem Ultimate-Frisbee-Turnier nach San Diego befanden, ist die Sache allerdings klar: Sie haben nach eigener Aussage für ihr Tänzchen das Einverständnis der Crew gehabt. "Wir wollten sichergehen, dass wir uns an alle Regeln halten", sagte Mitshaker Matt Zelin. "Wir haben mit den Flugbegleitern gesprochen, und die waren ganz aufgeregt." Nach der Landung stellten die Studenten ihr Video ins Netz - und hatten in kürzester Zeit einen viralen Erfolg bei YouTube.

Eine Sprecherin der Fluggesellschaft sagte ABC News, bei der Tanzaktion seien alle Sicherheitsmaßnahmen befolgt worden. Auch die Anschnallzeichen seien ausgeschaltet gewesen. Weitere Angaben wollte sie angesichts der laufenden FAA-Ermittlungen nicht machen.

rls

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