China Tote und Verletzte bei Panik in Schule
In einer Grundschule in der zentralchinesischen Provinz Henan sind zwei Schüler zu Tode gekommen und mehr als 20 verletzt worden. Ersten Berichten zufolge soll es während einer Pause um 8.30 Uhr zu einer Massenpanik gekommen sein.
BBC berichtet unter Berufung auf die staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua, dass Schüler versucht hätten, durch Schieben und Drücken in einen ohnehin völlig überfüllten Toilettenraum vorzudringen. Durch den Druck sei eine Toilettenwand eingestürzt. Die Verletzten wurden in Krankenhäuser gebracht.
Ein Behördensprecher aus dem Kreis Puyang erklärte, die Polizei habe die Ermittlungen aufgenommen. Zu Details äußerte er sich nicht.
In der Vergangenheit ist es in chinesischen Schulen häufiger zu Unfällen mit Toten und Verletzten gekommen - fast immer, weil die Gebäude schlecht geplant, in marodem Zustand und nicht den Sicherheitsauflagen entsprechend gebaut waren. Immer wieder werden Fälle von Fehlplanung und Pfusch am Bau bekannt.
2013 kamen vier Kinder in der Provinz Hubei ums Leben, nachdem eine Wand in ihrer Schule zusammengebrochen war. Im Jahr darauf starben bei einer Panik in einem Treppenhaus einer Grundschule in Kunming sechs Kinder, weitere 22 wurden verletzt. Die folgenschwerste Massenpanik in China ereignete sich am 1. Januar 2015 in Shanghai. Damals starben 36 Menschen.