Sea-Shepherd-Chef Paul Watson ist frei - DER SPIEGEL
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Sea-Shepherd-Gründer Tierschützer Watson ist auf freiem Fuß

Der Tierschutzaktivist Paul Watson ist aus der Haft in Frankfurt am Main entlassen worden. Der 61-jährige Gründer der Organisation "Sea Shepherd" hinterlegte eine Kaution von 250.000 Euro. Jetzt muss der militante Wal- und Haischützer fürchten, nach Costa Rica ausgeliefert zu werden.
Umweltaktivist Paul Watson: Pressekonferenz nach der Freilassung
Umweltaktivist Paul Watson: Pressekonferenz nach der Freilassung

Umweltaktivist Paul Watson: Pressekonferenz nach der Freilassung

Foto: Emily Wabitsch/ dpa
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Frankfurt/Main - Aufgrund eines Haftbefehls aus Costa Rica war der Gründer der Meeresschutzorganisation "Sea Shepherd" am Frankfurter Flughafen festgenommen worden. Nach einer Woche in Haft wurde er am Montag gegen eine Kaution von 250.000 Euro auf freien Fuß gesetzt. Seine Anhänger begrüßten ihn mit frenetischem Jubel.

Eine Erklärung für seine Festnahme in Deutschland habe er nicht, sagte der 61-jährige kurz nach seiner Freilassung vor dem Gefängnis in Frankfurt. Noch im vergangenen November sei er unbehelligt nach Hamburg gereist. Die Justiz von Costa Rica muss nun binnen drei Monaten, ihr Auslieferungsgesuch begründen. Solange darf Watson Deutschland nicht verlassen. Entscheiden wird dann das Oberlandesgericht Frankfurt am Main.

Dem militanten Walfanggegner und Haischützer wird ein gefährlicher Eingriff in den Schiffsverkehr zur Last gelegt. Hintergrund ist ein Vorfall aus dem Jahr 2002 in guatemaltekischen Gewässern: Dabei soll Watson, der die kanadische und die amerikanische Staatsbürgerschaft besitzt, die Crew eines Schiffes aus Costa Rica bedroht und mit einer Wasserkanone angegriffen haben. "Sea Shepherd" hatte diesen Vorwurf zurückgewiesen.

ala/dpa