Singende Priester: Gerappt sei der Herr - DER SPIEGEL
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"Die Priester": Halleluja auf CD

Foto: Christian Barz/ KOCH Universal

Singende Priester Gerappt sei der Herr

Mit ihrer CD "Spiritus Dei" wollen drei katholische Priester das deutsche Kirchenlied entstauben. Sie unterlegen "O Haupt voll Blut und Wunden" mit HipHop-Beats und mischen zum "Tantum ergo" spanische Bolero-Rhythmen. Halleluja!
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St. Ottilien - Drei katholische Priester wollen in den Pop-Himmel: Das Terzett nennt sich schlicht "Die Priester" und mit der heute erscheinenden CD "Spiritus Dei" möchten die drei nicht weniger als neues Gottvertrauen schaffen. "Wir wollen mit unseren Liedern Hoffnung und Begeisterung auslösen und auch helfen, über Schmerzen im Leben hinwegzukommen", sagen Pater Vianney Meister, Abt Rhabanus Petri und der Wiener Diözesanpriester Andreas Schätzle.

Und so schwingt etwa beim "Tantum ergo" ein spanischer Bolero-Rhythmus im Hintergrund, das Lied "O Haupt voll Blut und Wunden" singen die Priester mit HipHop-Beats unterlegt. Zum "Glorificamus te" begleitet den Gesang des Terzetts die Musik von Peter Tschaikowskys Ballettmusik "Schwanensee".

Doch nicht nur Klänge von Georg Friedrich Händel, Johann Sebastian Bach oder Ludwig van Beethoven werden auf der CD neu vertont. Auch Popsongs interpretieren die drei Priester und zwar - so meint ihre Plattenfirma Koch Universal Music - auf einzigartige Weise: "Hallelujah" von Leonard Cohen oder "Dieser Weg" von Xavier Naidoo.

Im Tonstudio hatten "Die Priester" mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen: "Das Mikrofon ist gnadenlos, man hört jeden Schnaufer", sagte Pater Vianney Meister. Die Mühe hat sich offenbar gelohnt: Der erste Fernsehauftritt ist schon gebucht. Am Samstag werden die drei Priester in der ZDF-Show "Willkommen bei Carmen Nebel" auftreten.

Videodreh mit Pathos

Ihren ersten Videodreh haben die Priester schon hinter sich . Und es sind gewaltige Bilder. Für "Spiritus Dei" schreiten die drei auf dem Gipfel des Mont Blanc-Massivs, singen von Wunden und von Leiden, gezeigt wird neben den drei Priestern auch eine Liebesgeschichte. Eine Überportion Pathos inklusive.

"Der Blick über die Berge weitet das Herz für die Größe des Schöpfers und seine Liebe zu uns Menschen", beschreibt es der oberste Chef der drei Priester, Abtprimas Notker Wolf. Der hat dem Terzett seinen Segen für das Projekt gegeben, schließlich ist er selbst als rockender Gitarrist in Mönchskutte bekannt.

Und selbstverständlich soll zumindest ein Teil des Erlöses gespendet werden. 50 Cent jeder CD sollen Waisenkindern in Tansania zugutekommen, schreibt die Plattenfirma auf ihrer Internetseite . Und weiter: Die drei Priester hoffen, mit ihren Einnahmen dazu beitragen zu können, "dass auch die ärmsten Kinder irgendwann wieder vor Freude singen können". Amen.

aar/dpa/dapd

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