Skurriles Tierfest: Esel im Kinderwagen - DER SPIEGEL
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Skurriles Tierfest Esel im Kinderwagen

Esel mit Kopftüchern und Esel mit Sombreros: Am Tag des Esels steht das mexikanische Städtchen Otumba Kopf. Die störrischen Huftiere werden in einer großen Parade durch die Straßen geführt – und auch eine Partie Esel-Polo gehört zum Programm.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Hamburg - 10.000 Menschen sind in diesem Jahr gekommen. Und alle nur wegen eines Tieres mit unverhältnismäßig langen Ohren, etwas zu kurzen Beinen und einem geduldigen Gemüt: Der Esel ist am "Tag des Esels" in der mexikanischen Stadt Otumba der Star. Bunt kostümiert führen ihn die Bewohner Otumbas durch die Straßen – und schieben ihn sogar im Kinderwagen umher.

Die Idee zu dem skurrilen „feria del burro“, dem Volksfest des Esels, hatte vor über 40 Jahren Dolores Navarrete, die dem brav und hart arbeitenden Huftier so ein feierliches Denkmal setzen wollte. Inzwischen ist der Eseltag ein Publikumsmagnet, die Besucher und Touristen kommen scharenweise aus dem 60 Kilometer entfernten Mexiko-City, um sich das berühmte Eselrennen oder die traditionelle Partie Esel-Polo anzuschauen.

Auch als Marketingfigur funktioniert das langohrige Lasttier. Nicht erst seit dem Kino-Erfolg "Shrek", in dem ein animierter Esel eine schrille Hauptrolle spielt, stehen Esel-Kuscheltiere in der Beliebtheitsskala ganz oben.

Der Höhepunkt des schrägen Festes allerdings ist die Schönheitskonkurrenz, bei der die attraktivste Patin, die sich glaubhaft für die Belange der Huftiere einsetzt, gekürt wird. Fraglich allerdings, ob ihr der Titel gefällt: "Miss Esel" steht auf ihrer Schärpe.

jkr/AP