Social Design Award 2019: Wie würden Sie am liebsten wohnen? - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Leserwettbewerb von SPIEGEL ONLINE und SPIEGEL WISSEN Und wie würden Sie am liebsten wohnen?

Neue Wohnformen, neues Zusammenleben, neue Architektur: Für den Social Design Award werden die besten Projekte und Entwürfe für nachbarschaftlich orientiertes Wohnen gesucht. Zu gewinnen gibt es 2500 Euro.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Lange, monotone Gebäude ziehen sich in Reihen über das Gelände. Öde sieht es aus, ein Nebeneinander ohne Zentrum. Die Spinelli Barracks, eine ehemalige Kaserne in Mannheim, ist ein ziemlich trostloser Ort. Als im Herbst 2015 überall in Deutschland Unterkünfte gesucht wurden, zogen hier Flüchtlinge ein.

Architekturstudenten der TU Kaiserslautern aber fanden es wichtig, dass für die Geflüchteten auf dem Gelände ein soziales Zentrum entsteht. Daher entwarfen und bauten sie innerhalb eines Jahres zusammen mit den Asylbewerbern ein Gemeinschaftshaus. Das Projekt wurde vielfach preisgekrönt und in dem gerade erschienenen Buch "Home Not Shelter!" (Jovis Verlag) dokumentiert.

Doch wie gemeinschaftsorientiert sind die vielen Wohnblöcke, die im aktuellen Bauboom hochgezogen werden? Welches sind neue Wohn- und Lebensmodelle, die ein Miteinander der Bewohner ermöglichen? Um Projekte und Ideen, die Wohnen, Bauen und Lebensqualität neu zusammendenken, geht es beim Social Design Award, den SPIEGEL WISSEN und SPIEGEL ONLINE in Kooperation mit dem Fachmarkt Bauhaus ausrichten. Gesucht werden die besten Vorschläge - die Einreichungsfrist läuft bis zum 31. August 2019.

Aus den eingereichten Beiträgen wählt eine Expertenjury zunächst eine Shortlist aus. Die Jury und die Leser von SPIEGEL ONLINE küren dann jeweils einen Sieger, der im November 2019 verkündet wird. Sowohl der Preis der Expertenjury als auch der Publikumspreis sind mit 2500 Euro dotiert.

SPIEGEL WISSEN 1/2019

Wohnst du schon, oder suchst du noch?
Wege aus dem Immobilien-Wahnsinn

SPIEGEL WISSEN im Abo

In diesem Jahr wird der Social Design Award zum sechsten Mal vergeben. Im vergangenen Jahr ging es um "die besten Ideen für eine gute Nachbarschaft". Die Expertenjury kürte das Hamburger Projekt Mikropol zum Sieger: Weil im sozial benachteiligten Stadtteil Rothenburgsort das Bürgerzentrum abgerissen wurde, suchte eine Gruppe von Studentinnen und Studenten auf eigene Faust einen neuen Treffpunkt. Sie fanden ein ehemaliges Toilettenhäuschen auf einer Verkehrsinsel, das derzeit umgebaut wird.

Das Publikum wählte seinen Favoriten aus der Shortlist mit zehn Projekten: Das Heidelberger Kinderhotel wird betrieben vom Verein habito. Kinder mit und ohne Behinderung aus sozial benachteiligten Familien können hier am Wochenende übernachten, Stockbrot am Lagerfeuer grillen, in einer Jurte schlafen - und die oft alleinerziehenden Mütter haben einen Abend lang frei.

Beim Social Design Award kann jeder mitmachen, der eine gute Idee für neues Wohnen hat! Mehr Informationen und das Einreichungsformular finden Sie hier.

Die Wettbewerbsbedingungen sind in diesem PDF-Dokument zusammengestellt: