Sturz im Badezimmer Papst segnet mit Gipsarm
Romano Canavese - Schon zwei Tage nach seiner Handgelenksoperation ist Papst Benedikt XVI. wieder öffentlich aufgetreten. Beim Angelusgebet in Romano Canavese in den italienischen Alpen grüßte er mehrere hundert Gläubige zunächst mit der unverletzten linken Hand. Zum Ende hob der 82-Jährige aber zum Segen auch den eingegipsten rechten Arm.
Papst mit Gips: "Mein Herz ist voll da"
Foto: ALESSANDRO GAROFALO/ REUTERS"Wie ihr sehen könnt, ist wegen meines Unfalls meine Beweglichkeit etwas eingeschränkt", sagte Benedikt. "Aber mein Herz ist voll da." Er dankte den Ärzten und dem Krankenhauspersonal in Aosta für "Sorgfalt, Kompetenz und Freundschaft". Außerdem bedankte er sich bei allen, die für seine Genesung beten.
Vatikan-Sprecher Federico Lombardi hatte am Samstag angekündigt, trotz des Gelenkbruchs werde das Oberhaupt der katholischen Kirche an seinem Programm festhalten. Dieses sieht während des rund zweiwöchigen Aufenthalts in den Alpen auch noch weitere öffentliche Termine vor.
Benedikt XVI. muss den Gips rund einen Monat lang tragen. Am schwersten falle dem Papst, dass er daher nicht - wie für den Aufenthalt geplant - mit der Hand schreiben könne, sagte Lombardi. Auch aufs Klavierspielen muss der Liebhaber klassischer Musik vorerst verzichten.
Der Papst brach sich das Handgelenk bei einem Sturz im Badezimmer seines Feriendomizils in Les Combes. Am Freitag musste er sich einer 20-minütigen Operation im Krankenhaus von Aosta unterziehen. Der 82-Jährige will bis zum 29. Juli in den Alpen bleiben.