Sumatra: Tiger tötet Waldarbeiter - DER SPIEGEL
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Sumatra Tiger tötet Waldarbeiter

Auf der indonesischen Insel Sumatra hat einer der seltenen dort heimischen Tiger einen Waldarbeiter getötet. Der Mann wurde bei der Ernte angegriffen.
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Ein 25-jähriger Indonesier war gerade dabei, im Bezirk Musi Banyuasin auf Sumatra Palmblätter zu ernten, als er von einem Tiger angegriffen wurde. Der Polizei zufolge biss das Raubtier den Mann in Nacken und Beine und verletzte ihn dabei so schwer, dass er kurz darauf starb.

Der Sumatra-Tiger ist äußerst selten. Er kommt nur auf der gleichnamigen Insel des südostasiatischen Inselstaates vor und gehört zu den besonders gefährdeten Tierarten. Der Naturschutzorganisation WWF zufolge gibt es nur noch etwa 400 Exemplare dieser Unterart. Sumatra-Tiger werden bis zu 2,50 Meter lang und 140 Kilogramm schwer und sind - auch dank der Schwimmhäute zwischen den Zehen - ausgezeichnete Schwimmer.

Durch Rodung und Industrieansiedlung haben die Großkatzen große Teile ihres Lebensraums verloren. Auch Wilderei und Aberglaube haben zu ihrer Dezimierung beigetragen. Laut Artenschutzorganisation IUCN wurden zwischen 1998 und 2004 noch mehr als 51 Tiere jährlich getötet - drei Viertel davon für den Handel.

Nicht nur das Fell des Tigers ist begehrt, auch die angeblichen Heilkräfte seiner Knochen und Zähne sorgen regelmäßig dafür, dass Wilderer versuchen, die Tiere zu erlegen. Großkatzen-Wilderer müssen in Indonesien mit empfindlichen Strafen rechnen: Es drohen Gefängnisstrafen bis zu fünf Jahren und Bußgelder von mehr als 7000 Dollar, das sind mehr als zwei durchschnittliche Jahreseinkommen.

ala/dpa