Supermodel-Probleme "In der Pubertät nannten sie mich Steckerlfisch"
Das deutsche Top-Model Julia Stegner, 21, findet, sie gehöre zu den "normal aussehenden Models". Im Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen" sagt Stegner: "Mich stört es, wenn die Leute behaupten, ich hätte Bulimie." Hungern müsse sie nicht.
Stegner, die in New York lebt, erzählt, dass sie in ihrer Wahlheimat gelegentlich deutsche Restaurants aufsuche, um dort Sauerkraut, Bratwürste oder Schnitzel zu essen. Sie vermisse besonders die Münchner Biergärten.
In ihrer Schulzeit wurde Stegner für ihre außergewöhnliche Statur - sie ist 1,83 Meter groß - gehänselt: "Schon in der ersten Klasse war ich größer als die Jungs. In der Pubertät nannten sie mich Steckerlfisch oder Bohnenstange oder Stegosaurus." Sie selbst sei damals mit ihrer Körpergröße überhaupt nicht zufrieden gewesen. Ihre Eltern, beide sehr groß, hätten daraufhin die zu erwartende Körpergröße prognostizieren lassen. Stegner: "Da sagte man mir, ich würde höchstens 1,76 Meter werden. Irgendwann war ich 1,80 Meter, und wir gingen wieder hin."
Vergleiche, sie ähnele Heidi Klum oder Claudia Schiffer, hält Stegner für nicht ganz treffend: "Die Vergleiche mit dem ehemaligen englischen Model Jean Shrimpton oder mit Nastassja Kinski passen vom Aussehen her wohl besser." Ihre Agentin habe immer gesagt: "Julia is so German" - und meinte damit Stegners Pünktlichkeit und Gewissenhaftigkeit.
Ihr Selbstbewusstsein sei durch ihren Job nicht gerade gestiegen, im Gegenteil: "Bevor ich gemodelt habe, ist niemandem aufgefallen, dass mein Mund ein wenig schief aussieht. Jetzt sehe ich diesen kleinen Makel auf jedem Foto, merke es sogar, wenn ich rede."
jaf