Tierschutz: Post von Pamela - DER SPIEGEL
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Tierschutz Post von Pamela

Bundesagrarminister Horst Seehofer hat einen ungewöhnlichen Brief bekommen: Die US-Schauspielerin Pamela Anderson setzt sich darin für die artgerechte Haltung von Legehennen ein. Tierschützerin Anderson protestiert außerdem gegen die Robbenjagd in Kanada.
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Berlin/Halifax - "Das geltende Käfighaltungsverbot aufzuheben, bedeutet die Fortsetzung millionenfacher Leiden", schreibt die 38-jährige Blondine in ihrem Protestbrief an Seehofer (CSU). Anderson hatte sich im Namen der Tierschutzorganisation PETA und der "Gemeinnützigen Stiftung Albert Schweitzer für unsere Mitwelt" an den Minister gewandt. Der Hintergrund: Am kommenden Freitag will der Bundesrat über die Zukunft der Käfighaltung entscheiden. Nach den bisherigen Plänen soll das Ende der Batterie-Käfighaltung bis ins Jahr 2009 verschoben werden.

Doch die gebürtige Kanadierin Anderson engagiert sich nicht nur für Hühner. Sie will der kanadischen Regierung auch eine Petition mit 50.000 Unterschriften gegen die Robbenjagd schicken. Die blutige Jagd hat in dem nordamerikanischen Land Tradition. Auch in diesem Jahr sind in Kanada 325.000 Jungtiere zur Jagd freigegeben. Die Robben werden dabei mit einem speziellen Knüppel zur Strecke gebracht. "Wenn die Leute Canadian Club hören, sollten sie an einen guten Whiskey denken und nicht an Dummköpfe, die Jungtiere auf dem Eis erschlagen", sagte Anderson.

Sie sei sehr traurig, dass der kanadische Ministerpräsident Stephen Harper ihre Bitte um ein Treffen abgelehnt hätte, sagte die Schauspielerin gestern Abend. Nun hofft sie, Harper nach der Verleihung der Juno Awards, des größten kanadischen Musikpreises heute Abend sprechen zu können. Anderson reiht sich mit ihren Protesten in die Reihe von Prominenten wie Paul McCartney oder Brigitte Bardot ein. Die fordern schon seit Jahren die Abschaffung der Robbenjagd.

jkr/dpa/AP