Todesstrafe: 73-Jähriger in Japan hingerichtet - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Todesstrafe 73-Jähriger in Japan hingerichtet

Alle Proteste von Menschenrechtlern nützten nichts: In Japan ist ein 73-Jähriger hingerichtet worden. Er war wegen eines Raubmordes zum Tode verurteilt worden.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Tokio - In Japan ist trotz Protesten von europäischen Regierungen und Menschenrechtsorganisationen ein 73-Jähriger hingerichtet worden. Justizminister Sadakazu Tanigaki gab die Vollstreckung der Todesstrafe bekannt.

Der 73-Jährige wurde demnach am Donnerstag in Tokio gehängt. Er war vor neun Jahren unter anderem wegen tödlicher Schüsse auf einen Restaurantbesitzer verurteilt worden.

In Japan war es die sechste Hinrichtung, seit der konservative Ministerpräsident Shinzo Abe im Dezember die Regierung übernommen hat.

Menschenrechtsaktivisten prangern die Zustände in Japan seit Jahren an. Den Todeskandidaten wird der Zeitpunkt der Hinrichtung nicht mitgeteilt. Die Verurteilten leben oft jahrelang in Einzelhaft. Erst kurz vor ihrer Hinrichtung wird den Gefangenen gesagt, dass sie sterben werden.

Die Angehörigen erfahren von den Hinrichtungen erst im Nachhinein. Derzeit sitzen nach Angaben des Justizministeriums rund 130 Verurteilte in japanischen Todeszellen.

hut/AFP/dpa

Mehr lesen über