Totes Kleinkind: Vater soll Dreijährigen in Waschmaschine gesteckt haben - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Totes Kleinkind Vater soll Dreijährigen in Waschmaschine gesteckt haben

In der Nähe von Paris ist ein dreijähriger Junge an schweren Kopfverletzungen gestorben. Der schreckliche Verdacht: Sein eigener Vater soll ihn zur Strafe in eine Waschmaschine gesperrt haben. Und das nicht zum ersten Mal.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Paris - Entsetzen in der französischen Gemeinde Germigny-l'Evêque: Hier, im Département Seine-et-Marne rund 40 Kilometer östlich von Paris, soll es am Freitagabend zu einem schrecklichen Verbrechen gekommen sein.

Wie "Le Parisien" am Montag berichtet, steht ein Familienvater unter dringendem Verdacht, seinen dreijährigen Sohn in eine Waschmaschine gesteckt und dadurch getötet zu haben. Der kleine Bastien starb an schweren Kopfverletzungen. Gegen den 33-Jährigen sei am Sonntagabend ein Ermittlungsverfahren wegen Mordes eingeleitet worden, hieß es am Montag aus Justizkreisen in Meaux.

Dem Bericht zufolge wollte Christophe C. seinen Sohn bestrafen, weil er sich in der Vorschule schlecht benommen haben soll. Der Vater bestreitet die Vorwürfe und behauptet, das Kind sei eine Treppe hinuntergefallen. Gegen die Mutter wird wegen unterlassener Hilfeleistung ermittelt. Beide sind in Untersuchungshaft.

Die fünfjährige Schwester des kleinen Bastien erzählte Nachbarn, es sei nicht das erste Mal gewesen, dass ihr Vater den Dreijährigen in die Waschmaschine gesperrt habe. Manchmal habe ihr Bruder auch stundenlang allein im Wandschrank ausharren müssen. Erste medizinische Untersuchungen deuten "Le Parisien" zufolge darauf hin, dass das Kind tatsächlich in die Waschmaschine gesperrt wurde.

Nachbarn und Familienangehörige berichteten der Zeitung, dass der kleine Junge eiskalt gewesen sei, als die Mutter ihn am Freitagabend aus seinem Gefängnis befreit habe. Eine Nachbarin sagte dem Blatt, das Kind habe "wie eine ausgerenkte Puppe" ausgesehen. Die Großmutter gab an, der Dreijährige sei ein vom Vater nicht gewolltes und ungeliebtes Kind gewesen, der "Prügelknabe" der Familie. Die Mutter hingegen habe sich wie eine Glucke um das Kind gekümmert.

ala/AFP