Trübe Aussichten Europa versinkt im Regen
Frankfurt am Main - Grau, grauer, Schauer: Die Aussichten für die kommenden Tage sind trübe, teilt der Deutsche Wetterdienst (DWD) mit. "Es regnet am Wochenende häufig, und der Ausblick gibt wenig Hoffnung auf stabiles Sommerwetter", sagt Holger Starke vom Wetterdienst Meteomedia. Die Temperaturen sollen auf unter 25 Grad fallen, meldete der DWD.
Zu allem Überfluss bringt das Tief "Dörthe" über der Biscaya teils heftige Gewitter mit Sturm, Starkregen und Hagel. Diese ziehen heute Nacht von West nach Ost über Deutschland und morgen dann nach Norden und Nordosten.
Doch wer hofft, wenigstens im Spanien-Urlaub noch ein paar Sonnenstrahlen abzubekommen, wird enttäuscht. Auch dort stehen dieser Tage Zehntausende Urlauber buchstäblich im Regen. Das gesamte Land liegt unter einer dicken Wolkendecke, in vielen Gegenden regnet es. Unzählige Strände an der Costa Brava sind verwaist.
Pommes-Engpass droht nach mieser Ernte
Und weder in Spanien noch in Deutschland bringt der Regen Segen. Vielmehr klagen Bauern in beiden Ländern über drastische Ernteausfälle. "Es ist ein besonders schlechtes Erntejahr", teilt der Bayerische Bauernverband mit. Eigentlich müsste das Getreide schnellstmöglich eingebracht werden. Allerdings sei es wegen der starken Regenfälle in den vergangenen Wochen noch zu nass.
Besonders schlimm betroffen sind die Landwirte in Nord- und Ostdeutschland, vor allem Brandenburg, aber auch in der Eifel und an der Mosel, sagte der Generalsekretär des Deutschen Bauernverbands, Helmut Born. Manche Bauern hätten Totalausfälle gehabt. Die Schäden lägen bei rund 200 Millionen Euro. Wegen kleinerer Kartoffelknollen drohe zudem ein Engpass bei Pommes frites.
Dagegen zeigten sich die Landwirte mit der Apfel- und Birnenernte, aber auch mit der Ernte von Kirschen und Pflaumen zufrieden. Nur die Erdbeeren hätten unter der kühlen Witterung bis Anfang Juli gelitten. Bei Wein rechnen die Bauern mit einem "wirklich guten Jahrgang".
aki/dpa/AP