Überladener Ausflugsdampfer: Neun Tote bei Schiffsunglück auf der Moskwa - DER SPIEGEL
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Überladener Ausflugsdampfer Neun Tote bei Schiffsunglück auf der Moskwa

Bei einem nächtlichen Schiffsunglück auf der Moskwa mitten in der russischen Hauptstadt Moskau sind neun Passagiere eines Ausflugsdampfers ums Leben gekommen. Das überladene Vergnügungsboot hatte einen Lastkahn gerammt und war gesunken. Sieben Personen konnten gerettet werden.
Bergungsarbeiten auf der Moskwa: Der Ausflugsdampfer rammte einen Lastkahn
Bergungsarbeiten auf der Moskwa: Der Ausflugsdampfer rammte einen Lastkahn

Bergungsarbeiten auf der Moskwa: Der Ausflugsdampfer rammte einen Lastkahn

Foto: Mikhail Metzel/ AP
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Moskau - Auf dem kleinen Ausflugsdampfer befanden sich 16 Personen, sieben wurden gerettet, wie die Moskauer Zivilschutzbehörden mitteilten. Zwei von ihnen mussten im Krankenhaus behandelt werden.

Für neun Passagiere der nächtlichen Ausfahrt mit einem Vergnüngungsdampfer, unter ihnen auch der Kapitän, kam jedoch jegliche Hilfe zu spät, sie ertranken zwischen 1 und 2 Uhr früh am Sonntagmorgen in der rund drei Meter tiefen Moskwa zwischen den Sperlingsbergen und dem Luschniki-Stadion, mitten im Naherholungsgebiet der russischen Hauptstadt Moskau. Offenbar hatte der Kapitän des Ausflugsdampfers einen am Ufer festgemachten Lastkahn im Dunkeln zu spät gesehen, war mit der Schute kollidiert und schnell gesunken.

Etwa 70 Taucher hatten am Vormittag bei schlechten Bedingungen im trüben Wasser nach Vermissten gesucht. Medien zufolge sollte das Schiff noch am Sonntag geborgen werden, ein Strafverfahren wegen Verstoßes gegen die Sicherheitsvorschriften im Schiffsverkehr wurde eingeleitet. Wladimir Makin, Sprecher der Ermittlungsbehörde, sagte, der Besitzer des Dampfers sei bereits dreimal belangt worden, unter anderem, weil er die maximale Passagierzahl von 12 Personen für sein Boot überzogen habe.

Erst vor drei Wochen hatte es in Russland ein schweres Unglück mit einem Ausflugsdampfer gegeben. Beim Untergang der "Bulgaria" auf der Wolga starben 122 Menschen.