Unterfranken: ICE rast in Ziegenherde - DER SPIEGEL
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Unterfranken ICE rast in Ziegenherde

In Unterfranken ist ein Intercity Express mit hoher Geschwindigkeit in eine Ziegenherde gefahren. Mehr als ein Dutzend Tiere starben, die 400 Zugfahrgäste blieben unversehrt. Jetzt ermittelt die Bundespolizei.
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Burgsinn/Würzburg - Auf der Fahrt von Würzburg nach Fulda ist am Samstagnachmittag ein Intercity Express mit einer Ziegenherde kollidiert. Gegen 14.30 Uhr prallte der ICE 588 in der Nähe von Burgsinn auf die Tiere und tötete 14 von ihnen. Sämtliche Reisende an Bord des Zuges blieben der Polizei zufolge unverletzt.

Zwar hatte der Zugführer die Ziegen aus der Ferne gesehen und gebremst. Weil er aber mit hoher Geschwindigkeit unterwegs war, kam der ICE erst nach etwa einem Kilometer zum Stehen. "An dieser Stelle können die Züge bis zu 250 Kilometer pro Stunde fahren", sagte ein Polizeisprecher.

Die Strecke wurde gesperrt und der Bahnverkehr umgeleitet. Der Unfallzug wurde durch die Kollision leicht beschädigt, konnte aber bis nach Fulda weiterfahren.

Die Würzburger Bundespolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Ersten Erkenntnissen zufolge waren die Ziegen aus einem nahegelegenen Gehege ausgebrochen und auf die Gleise gelaufen. Die Polizei ermittelt nun auch gegen den Halter. Neben strafrechtlichen Konsequenzen drohen dem 32-Jährigen auch Schadensersatzansprüche der Deutschen Bahn.

ala/dpa

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