USA: Kennedy gesteht seine Sucht ein - DER SPIEGEL
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USA Kennedy gesteht seine Sucht ein

Angeblich unter Medikamenteneinfluss war Patrick Kennedy in eine Absperrung am Kongress gerast. Nun kündigte der Abgeordnete und Neffe des ermordeten Präsidenten John F. Kennedy an, sich wegen seiner Abhängigkeit in Therapie zu begeben.
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Washington - Er wolle die Behandlung sofort in der Mayo-Klinik in Rochester im Staat Minnesota aufnehmen, sagte er auf einer Pressekonferenz. Zuvor hatte er eingestanden, unter Einfluss von Medikamenten einen Autounfall nahe dem Kapitol verursacht zu haben. Alkohol sei dabei nicht im Spiel gewesen.

Kennedy war gegen 3 Uhr morgens mit seinem Auto in eine Absperrung gefahren. Die Polizei des Kapitols teilte mit, sie habe Ermittlungen in dem Fall aufgenommen. In einem von Medien zitierten Polizeibericht hieß es, Kennedy sei gestolpert, als er nach dem Unfall aus seinem Auto gestiegen sei. Ein Beamter habe Kennedy nach Hause gefahren. Gegen ihn wird laut Polizeibericht wegen drei Verkehrsverstößen ermittelt.

Der Blechschaden des Mitglieds der berühmten Politikerfamilie sorgte für Aufsehen in Washington. Patrick Kennedy ist mit seinen Alkohol- und Drogenproblemen sowie psychischen Erkrankungen bislang immer offen umgegangen. So hatte er auch öffentlich darüber gesprochen, dass bei ihm eine manisch-depressive Erkrankung diagnostiziert worden sei. Vor seinem Studium hatte er eine Drogentherapie absolviert.

In einer Erklärung teilte Kennedy mit, dass er am Mittwochabend zu Hause ein Medikament gegen einen Magen-Darm-Katarrh und ein Schlafmittel eingenommen habe. Die Medikamente hätten ihn offenbar verwirrt, so dass er am frühen Morgen davon überzeugt sei, zu Abstimmungen in den Kongress fahren zu müssen. Aus Polizeikreisen verlautete, Kennedy habe benommen gewirkt. Ein Alkoholtest sei nicht vorgenommen worden.

bri/AP