Tödlicher Unfall auf Usedom Gaffer belästigen Rettungskräfte und Bestatter
Nach einem tödlichen Unfall auf der Ostseeinsel Usedom sind Einsatzkräfte von wartenden Autofahrern belästigt worden. Am Dienstagmittag war ein 35-jähriger Mann auf der Bundesstraße 111 aus bislang ungeklärter Ursache mit seinem Wagen in den Gegenverkehr geraten und gestorben. Das teilte die Polizei mit. Eine Frau wurde schwer verletzt, ihr 61 Jahre alter Ehemann leicht.
Hinter der Unfallstelle bildete sich laut Polizei ein kilometerlanger Stau. Eskortiert von den Beamten fuhr der Bestatter an den wartenden Autos vorbei. Einige Autofahrer sollen dem Mann nach Angaben der Polizei den Mittelfinger gezeigt haben. "Wie jemand auf die Idee kommen kann, einen Bestatter so zu belästigen, ist mir schleierhaft", sagte eine Polizeisprecherin.
An der abgesperrten Unfallstelle hätten auch immer wieder Radfahrer gestoppt. Bußgelder gegen die Gaffer seien aber nicht verhängt worden, teilte die Polizei mit. Zuvor hatte die "Ostsee-Zeitung" über den Vorfall berichtet.