Weltweites Feiern: Ostereier, Osterfeuer, Osterhasen - DER SPIEGEL
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Ostern weltweit: Hasen und Eier, Farben und Feuer

Foto: MARCELLO PATERNOSTRO/ AFP

Weltweites Feiern Ostereier, Osterfeuer, Osterhasen

Christen in aller Welt feiern in diesen Tagen Ostern - mit Messen, traditionellen Bräuchen und nationalen Eigenheiten. Dieses Jahr ist es ein besonderes Fest: Östliche und westliche Christen feiern zur selben Zeit. Doch nicht alle nehmen es so ernst, so mancher trägt schon mal ein kitschiges Hasenkostüm.
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Hamburg - Die östliche und westliche Christenheit feiert Ostern in diesem Jahr gemeinsam. Das ist nicht selbstverständlich, denn in der Regel begehen von weltweit rund zwei Milliarden Christen mehr als 250 Millionen orthodoxe Gläubige die Auferstehung Jesu Christi mit zum Teil wochenlangem Abstand. Grund sind unterschiedliche Kalender.

Seit Jahrzehnten gibt es Pläne der Weltkirchen, die unterschiedlichen Ostertermine zu harmonisieren. Orthodoxie, Katholizismus und Protestantismus - die drei großen Konfessionsfamilien - sollten wenigstens in diesem Punkt Einigkeit untereinander erreichen, hieß es. Alle Anstrengungen blieben allerdings bisher ohne Erfolg. Zuletzt fielen die Feste in den Jahren 2007, 2004 und 2001 auf dieselben Tage.

Den Ostersonntag begehen Christen in aller Welt auch mit Gottesdiensten. In Rom sprach der Papst auch in diesem Jahr seinen traditionellen Segen "Urbi et Orbi", auch wenn die Feierlichkeiten von dem Skandal um Misshandlungen und sexuellen Missbrauch überschattet waren.

In Jerusalem nahmen zahlreiche gläubige Christen aus aller Welt an den traditionellen Osterfeiern teil. In der Grabeskirche in Jerusalems Altstadt feierten Mitglieder der verschiedenen christlichen Kirchen ihre Gottesdienste.

Neben Gottesdiensten und Prozessionen wurde auch Brauchtum gepflegt. In Weißrussland gab es Osterkuchen, im Libanon buntbemalte Eier und in Griechenland Lamm vom Grill.

In der Oberlausitz sind am Sonntag beim traditionellen Osterreiten etwa 1600 Männer in Frack und Zylinder durchs Sorbenland gezogen. Das Geschehen wurde wie in den vergangenen Jahren von Zehntausenden Schaulustigen an den Straßen verfolgt, vor allem im Stadtzentrum von Bautzen war das Gedränge groß.

Bei ihren insgesamt neun Prozessionen durchs Sorbengebiet kamen die Reiter durch etwa 30 Orte. Meist in sorbischer Sprache singend und betend verkündeten die Reiter die Osterbotschaft von der Auferstehung Jesu Christi. Das Osterreiten in der Lausitz gibt es seit mehr als fünf Jahrhunderten. Die Ursprünge des Brauchs reichen sogar in vorchristliche Zeit zurück. Feldumritte sollten die neuen Saaten vor bösen Einflüssen schützen.

siu/epd/dpa/AP

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