Wirbelsturm Zwei Tote durch "Ernesto"
Miami - "Ich bin überrascht, dass er nicht stärker wurde", sagte Max Mayfield, Direktor des nationalen Hurrikanzentrums der USA. "Als Hauseigentümer bin ich sehr glücklich, als Meteorologe bin ich es nicht."
Der Wetterexperte erwartet, dass der abgeschwächte Tropensturm heute über den US-Staat hinwegzieht, viel Regen bringt und dann wieder in Richtung Atlantik dreht. Dort könnte er neue Kraft tanken und möglicherweise wieder Hurrikan-Status erlangen, bevor er dann Georgia oder North oder South Carolina erreicht.
Schon am Sonntag war "Ernesto" vorübergehend als Hurrikan eingestuft worden. Daraufhin hatte der Gouverneur Floridas, Jeb Bush, vorsorglich den Notstand ausgerufen.
Unterdessen nahm der Hurrikan "John" vor der mexikanischen Pazifikküste gestern Abend an Stärke zu. Er wurde deshalb zum Hurrikan der Stufe drei heraufgesetzt.
Hurrikan "John" soll das Land nicht erreichen
Derzeit entwickle "John" Windgeschwindigkeiten von 185 Stundenkilometern, teilte das mexikanische meteorologische Institut mit. Nach Berechnungen des nationalen Hurrikanzentrums in Miami werde er aber das Land nicht erreichen.
Die Behörden der Bundesstaaten Oaxaca, Puebla, Guerrero und Jalisco warnten vor Gefahren durch Regenfälle, Überschwemmungen und Sturmfluten an den Küsten und in den Bergen. Die mexikanischen Behörden hatten zuvor für die Gebiete entlang der Pazifikküste Sturmwarnungen herausgegeben.
"John", der sechste Hurrikan dieses Jahres im Pazifik, bewegte sich gestern in einer Entfernung von 230 Kilometern vom Festland nach Nordwesten.
aki/AP/ddp