Bergsteigerunfall in den Alpen Bergwacht findet zufällig zweiten Toten
Der Tegelberg, rechts das Schloss Neuschwanstein
Foto: Karl-Josef Hildenbrand/ picture alliance / dpaEigentlich waren die Einsatzkräfte nur zur Bergung einer Leiche am Tegelberg in den Ammergauer Alpen unterwegs. Dann stießen Mitarbeiter der Bergwacht am Donnerstagnachmittag auf einen zweiten Toten, der teilweise schon skelettiert war.
Der zunächst geborgene Tote sei ein 52 Jahre alter Mann aus Schleswig-Holstein, teilte die Polizei mit. Bei der zweiten Leiche ist die Identität noch unklar. "Es könnte sich um eine Person handeln, die seit längerem vermisst wird", sagte ein Sprecher. Ein gerichtsmedizinisches Gutachten wird in der kommenden Woche erwartet.
Ein Bergsportler hatte am Tegelberg bei Schwangau zunächst unterhalb eines Klettersteigs eine leblose Person gesehen. Ein Klettersteig ist ein mit einem Drahtseil gesicherter Weg durch absturzgefährdetes, felsiges Gelände.
Auf etwa 1300 Meter Höhe fanden die Bergwacht und Kräfte der Alpinen Einsatzgruppe der Polizei in schwer zugänglichem Gelände die Leiche des 52-Jährigen. Der Mann war ersten Ermittlungen zufolge in dem Klettersteig abgestürzt. Wie lange der tote Körper dort lag, steht bislang nicht fest. Ein Zusammenhang zwischen beiden Todesfällen besteht nach ersten Erkenntnissen nicht.