Geständnis: Der Fall Ulrike ist aufgeklärt - DER SPIEGEL
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Geständnis Der Fall Ulrike ist aufgeklärt

Der am Mittwoch festgenommene Mann ist der Mörder Ulrikes. Der 25-Jährige hat ein umfassendes Geständnis abgelegt.
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Eberswalde - Der "genetische Fingerabdruck" stimmt nach Angaben des Leitenden Oberstaatsanwalts In Frankfurt an der Oder mit den am Fundort der Leiche gesicherten Spuren überein. Damit ist das Sexualverbrechen an dem zwölfjährigen Mädchen aus Eberswalde fünf Wochen nach der Tat aufgeklärt. Der Fall sei "nun abgeschlossen", sagte der brandenburgische Innenminister Jörg Schönbohm (CDU) im ORB-Fernsehen. "Alle Indizien sprechen dafür, dass es sich hier um den Täter handelt", sagte der Minister.

Der Mann war am Mittwoch festgenommen worden. Die Ermittler waren per Rasterfahndung auf ihn gestoßen, berichteten Medien. Die Fingerabdrücke des 25-Jährigen stimmen demnach mit denen auf dem Verbandskasten des Autos überein, mit dem das Mädchen angefahren wurde.

Zu den Umständen der Festnahme wollte die Polizei zunächst keine Angaben machen. Auf die Spur des Verdächtigen habe jedoch nicht ein Bürgerhinweis geführt. "Wir sind durch kriminalpolizeiliche Ermittlungen auf den Mann gestoßen."

Verdächtiger soll Autodieb gewesen sein

Der 25-jährige Verdächtige stamme aus Fürstenwalde, meldeten Zeitungen am Donnerstag. Nach Medienberichten ist der Mann als Autodieb vorbestraft, als Sexualstraftäter sei er bisher nicht aufgefallen.

Ulrike war am 22. Februar verschleppt worden. Die Leiche der Schülerin wurde zwei Wochen später in einem Waldgebiet im Osten Brandenburgs entdeckt. Nach bisherigen Erkenntnissen wurde das Kind sexuell missbraucht und dann erwürgt oder erdrosselt. Vor dem Fund ihrer Leiche war in Bernau ein gestohlen gemeldetes, ausgebranntes Auto entdeckt worden, mit dem das Mädchen angefahren worden war.

Schönbohm sagte, er habe nach der Ergreifung des mutmaßlichen Täters ein "Gefühl der Dankbarkeit". Die Eltern der kleinen Ulrike könnten jetzt "Ruhe finden". Das Schicksal des Mädchens und seiner Familie hatte bundesweit große Anteilnahme geweckt. Es kamen fast 4000 Hinweise aus der Bevölkerung. Für die Ergreifung des Täters waren zuletzt rund 190.000 Mark Belohnung ausgesetzt.