Geständnis "Schuhbomber"-Komplize wollte Jet sprengen
London - Der in Gloucester geborene Sohn von Einwanderern aus Malawi wurde laut Anklage von Terroristen in Pakistan und Afghanistan ausgebildet. Anfang Dezember 2001 kehrte er nach Großbritannien zurück. Zu diesem Zeitpunkt war er den Ermittlungen zufolge schon im Besitz eines Sprengsatzes, der in der Konstruktion dem des "Schuhbombers" ähnelte.
Der Brite Reid wollte am 22. Dezember 2001 auf dem Flug von Paris nach Miami eine in seinem Schuh versteckte Bombe zünden. Eine Stewardess hatte 90 Minuten nach dem Start in Paris bemerkt, wie Reid mit Streichhölzern an dem Schuh hantierte. Besatzungsmitglieder und Passagiere überwältigten ihn. Reid ist das erste Qaida-Mitglied, das in den USA verurteilt wurde. Er erhielt eine lebenslange Haftstrafe.
Laut Anklage hatte auch Badat bereits einen Flug von Manchester nach Amsterdam gebucht, um von dort mit seiner Bombe Richtung Vereinigte Staaten weiter zu fliegen. Wie Staatsanwalt Richard Horwell heute erklärte, verlor Badat jedoch die Nerven und zog sich aus der Verschwörung zurück. Per E-Mail habe er seinen Komplizen davon Mitteilung gemacht. Badat ist nunmehr der erste Terrorverdächtige, der seit den Anschlägen vom 11. September 2001 von einem britischen Gericht verurteilt wird.
Die Polizei war auf den potenziellen Attentäter aufmerksam geworden, nachdem Reid mit ihm telefoniert hatte. Ende November 2003 durchsuchte sie die Wohnung des Studenten in der westenglischen Stadt Gloucester und fand Sprengstoff. Der damalige britische Innenminister David Blunkett sagte, Badat habe Verbindungen zu dem Terrornetz al-Qaida. Der Minister betonte damals: "Das ist ein weiterer Nagel im Sarg derjenigen, die unser Leben und unsere Freiheit bedrohen."