Gesundheit: Rückholaktion für Aids-Tabletten - DER SPIEGEL
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Gesundheit Rückholaktion für Aids-Tabletten

Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) hat am vergangenen Freitag ihre Kollegen in den Ländern aufgefordert, aus Afrika geschmuggelte Aids-Medikamente vom Markt zu nehmen und sicherzustellen.
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Hamburg - Die Gefahr durch eine unsachgemäße Lagerung der Tabletten schätzt das Gesundheitsministerium zwar als gering ein, im Interesse der Patienten soll aber jedes Risiko vermieden werden. Diese Einschätzung teilt das NRW-Gesundheitsministerium nicht. Es hält eine Rückholaktion für nicht erforderlich, da die Arzneimittel nach internationalem Standard produziert worden seien. Betroffen sind Pharmahändler in NRW, im Saarland und in Schleswig-Holstein.

Hintergrund ist ein Skandal: Aids-Medikamente, die erheblich verbilligt an Gesundheitsorganisationen in Afrika abgegeben worden waren, wurden auf den europäischen Markt zurückgeschleust. Die bisher sichergestellten Arzneimittel haben einen Marktwert von über 30 Millionen Euro - in Afrika waren sie durchschnittlich sechsmal billiger verkauft worden.