Gesundheit: Wissenschaftler hält Blair für verstrahlt - DER SPIEGEL
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Gesundheit Wissenschaftler hält Blair für verstrahlt

Der britische Premier Tony Blair soll eine strahlende Vergangenheit haben - behauptet zumindest ein britischer Wissenschaftler. Der Forscher will herausgefunden haben, dass Blair in seiner Kindheit die Auswirkungen eines Atombombentests abbekam.
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Canberra - Blair sei als Kind nach britischen Atomwaffenversuchen in Australien radioaktivem Niederschlag ausgesetzt gewesen, schreibt Dick Van Steenis in einem Beitrag für das morgen erscheinende australische Nachrichtenmagazin "The Bulletin". Blairs Gesundheit sei wahrscheinlich dadurch beeinträchtigt. Eine Sprecherin des Politikers wies die Behauptungen als lächerlich zurück.

Fest steht: Im Alter von drei Jahren lebte Blair mit seinen Eltern in Adelaide, der Hauptstadt des Staates South Australia. Das Magazin schreibt nun, dass die Briten damals im Oktober 1956 in der 600 Kilometer von Adelaide entfernten Maralinga-Wüste einen Atombombenversuch durchführten. Wegen einer unerwarteten Änderung der Windrichtung wurde die radioaktive Wolke in Richtung Adelaide getrieben, heißt es in dem Bericht.

Blairs Mutter starb 19 Jahre später an Schilddrüsenkrebs. Der Medizin-Wissenschaftler und Toxikologe Van Steenis schreibt in dem Magazin, ihr Tod sei eine Folge von radioaktiver Belastung gewesen. Als Kind habe Tony Blair damals in Adelaide Milch aus dortiger Produktion getrunken. Deshalb habe der Premierminister ein erhöhtes Risiko, an Knochenkrebs zu erkranken.