Getötete Julia: Polizei geht neuer Spur nach - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Getötete Julia Polizei geht neuer Spur nach

Im Fall der ermordeten achtjährigen Julia aus Hessen hat die Polizei neue Hinweise auf den möglichen Täter.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Gießen - Nach einem Kellerbrand in Rodheim bei Gießen prüfen die Ermittler einen Zusammenhang mit dem Verbrechen. Ein 33-jähriger Mann erlitt bei dem Feuer lebensgefährliche Brandverletzungen. Er wird in einer Spezialklinik behandelt. Das Haus mit dem Brandherd liege nur wenige Meter vom Entführungsort des Mädchens entfernt, teilte die Polizei mit. Näheres wollten die Beamten aber nicht bekannt geben.

Am Dienstag waren Ermittler des Hessischen Landeskriminalamtes vor Ort, um die Brandursache zu ergründen. Den Schaden schätzten die Beamten auf 100.000 Mark.

Julias Leiche war am 3. Juli im hessischen Niddatal gefunden worden. Danach fahndete die Polizei nach einem Mann im Alter zwischen 25 und 30 Jahren. Die Fahnder gingen davon aus, dass sich der Mörder beim Verbrennen der Leiche selbst Brandverletzungen zuzog. Zeugen wollten außerdem einen dunkelblauen Kombi in der Nähe des Fundortes gesehen haben. Von dem Mann und dem Auto fehlte bislang jede Spur. Die Sonderkommission "Julia" geht mehr als tausend Hinweisen nach.

Im Fall der vermissten zehnjährigen Adelina aus Bremen fehlt der Polizei unterdessen jeder Ansatz für eine neue Suche. "Es gibt keine heiße Spur", sagte der Leiter der Sonderkommission Werner Meyer am Dienstag. Die Ermittler gehen derzeit 506 Hinweisen nach. Das Mädchen war am 28. Juni auf dem Heimweg von ihrem Urgroßvater verschwunden. Suchaktionen mit Spürhunden und Aufklärungsflüge von Bundeswehr-Tornados hatten keinerlei Hinweise auf Adelina gebracht.