Gewalt hinter Gittern: Häftlinge zwangen Mitgefangene Urin zu trinken - DER SPIEGEL
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Gewalt hinter Gittern Häftlinge zwangen Mitgefangene Urin zu trinken

Die Wachleute bemerkten nichts von der Misshandlung: In einem Berliner Frauengefängnis soll eine Gefangene stundenlang von vier anderen Inhaftierten gequält worden sein. Die 22-Jährige wurde geschlagen und gezwungen, ein Gemisch aus Spülmittel und Urin zu trinken.
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Berlin - Warum das Wachpersonal von den Misshandlungen nichts mitbekam, werde man prüfen müssen, sagte Justizsprecherin Andrea Boehnke. Die Frau sei bereits am Sonntag von den vier Mitgefangenen in einer Wohngruppe des Gefängnisses attackiert und über Stunden hinweg gequält worden.

Der 22-Jährigen seien die Haare und Augenbrauen abrasiert worden, ihre Peiniger quälten sie mit einem Stromkabel, wickelten die Frau in eine Decke und traten auf sie ein. Außerdem sei die Gefangene gezwungen worden, ein Gemisch aus Shampoo, Spülmittel und Urin zu trinken.

Erst nachdem die vier Frauen von ihrem Opfer abließen, habe die Gefangene die Wachen verständigen können. Die mutmaßlichen Täterinnen im Alter zwischen 15 und 24 Jahren hätten angegeben, dass sie sich mit der Mitgefangenen wegen eines angeblich gestohlenen Schmuckstück gestritten hätten. Ihnen droht nun ein neues Strafverfahren.