Gewaltiger Blizzard Nordosten der USA versinkt im Schnee
Washington - An vielen Orten brach die Energieversorgung zusammen. Allein im Bundesstaat Massachusetts waren etwa 36.000 Menschen ohne Strom. Meteorologen sprachen von einem der schlimmsten Blizzards in den vergangenen 100 Jahren. Zeitweise wurden Windgeschwindigkeiten bis zu 200 Stundenkilometer gemessen.
Unwetter: Nordosten der USA versinkt im Schnee
Drei Menschen starben US-Medienberichten zufolge in Ohio inmitten des Sturms. Ein Mann sei auf dem Eis tödlich gestürzt, zwei andere hätten beim Schneeschaufeln tödliche Herzattacken erlitten. Auch in Connecticut und in Wisconsin kamen jeweils drei Menschen ums Leben. Zwei Menschen starben in Pennsylvania.
Die Flughäfen in Boston (Massachusetts) und Philadelphia (Pennsylvania) wurden zeitweise geschlossen. Mehr als 3000 Flüge mussten nach Angaben des Fernsehsenders CNN vor allem auf den Flughäfen Boston, New York, Philadelphia, Baltimore und Washington am Wochenende gestrichen werden. In Chicago (Illinois) und Philadelphia waren mehr als 1000 Menschen gezwungen, auf den Flughäfen zu übernachten.
In den Bundesstaaten Rhode Island und Massachusetts riefen die Gouverneure den Notstand aus und baten um Hilfe der Nationalgarde. Der Straßenverkehr brach in vielen Gegenden völlig zusammen, obwohl überall alle verfügbaren Streu- und Räumfahrzeuge im Einsatz waren.
Wintereinbruch: Schnee und Eis legen Teile der USA lahm
Wie Boston versanken auch New York und Washington unter dichten Schneedecken. In New York wurden am Wochenende 45 Zentimeter Niederschlag gemessen. Der Bürgermeister von New York, Michael Bloomberg, hatte vorsorglich die Öffnung des Katastrophen-Lagezentrums angeordnet. Die Bürger im Nordosten der USA wurden fast überall aufgefordert, ihre Häuser wenn möglich nicht zu verlassen. Bei anhaltend eisigen Temperaturen von zum Teil deutlich unter minus 20 Grad Celsius werden - nach zwei vorübergehend niederschlagsfreien Tagen - Mitte der Woche neue Schneefälle erwartet.