Gewichtsprobleme: Australien sucht dickere Postboten - DER SPIEGEL
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Gewichtsprobleme Australien sucht dickere Postboten

Bislang war nicht nur das Gewicht ihrer Fracht, sondern auch ihr eigenes klar geregelt: Wer in Australien als Postbote arbeiten wollte, durfte nicht mehr als 90 Kilogramm wiegen. Die mageren Zeiten sind nun vorbei: Die Post hat das Höchstgewicht angehoben - aus Mangel an schlanken Bewerbern.
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Sydney - Die australische Post hat das Höchstgewicht für Briefträger und Briefträgerinnen auf 105 Kilogramm angehoben. Der Grund für die bisherige Beschränkung war die maximale Traglast der Motorräder, mit denen die Briefträger die Post ausfahren. Die Honda-Mopeds sollten mit nicht mehr als 130 Kilogramm beladen sein. Für ihre Mitarbeiter kalkulierte die Post ein Gewicht von 90 Kilogramm, 40 blieben für die Fracht reserviert.

Nun meldet der "Daily Telegraph" aus Sydney, die Beladung der Mopeds werde neu verteilt: Demnach wird das Gewicht der transportierten Briefe künftig auf 25 Kilogramm verringert - um das der Beamten erhöhen zu können.

Die Gewerkschaft der Postboten hat darauf hingewiesen, dass die bisherige Gewichtsbegrenzung der Australischen Post Kopfzerbrechen bereitet hat, weil es nicht ausreichend leichtgewichtige Bewerber gab. Das Unternehmen hat bestritten, dass es in der Vergangenheit Einstellungsschwierigkeiten gab. "Wir hoffen, dass sich durch die Anhebung des Gewichts nun weitere Bewerber auf die Postboten-Stellen melden werden", sagte ein Sprecher der Post.

han/Reuters