Unwetter zum WM-Halbfinale: "Michaela" bringt Regen und Sturm
Wetter zum Halbfinale Gewitter legen teilweise Verkehr in Deutschland lahm
Hamburg/Offenbach - Vor dem Spiel der deutschen Fußballnationalmannschaft gegen die brasilianische "Seleção" müssen Fans in Deutschland noch einiges durchstehen. Starke Regenfälle bedrohen die Public-Viewing-Events und haben in Teilen Deutschlands den Verkehr lahmgelegt.
Über Teilen Bayerns und im Südwesten sowie im Osten gingen am Dienstag schwere Gewitter nieder, in Nordrhein-Westfalen und in Hamburg herrschte Dauerregen. Schuld ist Tief "Michaela", das auch in den kommenden Tagen kühlere Luft und Regenwolken bringt.
- In Berlin sorgten heftige Regenfälle für massive Verkehrsbehinderungen, Blitze legten laut "Tagesspiegel" Teile des S-Bahn-Verkehrs lahm. Autos hatten immer größere Probleme, die tiefen Pfützen auf den Straßen zu durchfahren. Auf den Flughäfen kam es zu Verspätungen, Ausfällen und Umleitungen. Wegen eines Gewitters war die Fußball-Fanmeile am Brandenburger Tor vorübergehend geschlossen. Zum Halbfinale Deutschland-Brasilien um 22 Uhr werden auf dem Gelände jedoch wieder Tausende erwartet. In der Nacht ziehen die Gewitter weiter Richtung Norden. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat für den Nordosten Deutschlands Unwetterwarnungen herausgegeben.
- In Nordrhein-Westfalen musste die Feuerwehr wegen des Dauerregens häufig ausrücken. Einige Straßen, Keller von Wohnhäusern und Geschäftsgebäuden standen unter Wasser. Der Tunnel auf der Autobahn 1 bei Köln-Lövenich wurde zeitweise gesperrt, da sich das Wasser hoch aufstaute. Der "Rheinischen Post" zufolge wurde das Public Viewing im Hockeypark in Mönchengladbach abgesagt. Zuvor war bekannt geworden, dass der Bochumer Westpark geschlossen bleibt.
- In Sachsen wurde ein Teil der Autobahn 14 kurzzeitig gesperrt. Auch auf der A 4 kam es wegen regennasser Fahrbahn zu Unfällen. In Neuensalz im Vogtland setzte ein Blitzeinschlag ein Einfamilienhaus in Brand, in Ostsachsen zog laut der Rettungsleitstelle eine kleine Windhose durch Ralbitz-Rosenthal, einige Bäume knickten um und Dächer wurden beschädigt. Menschen wurden nicht verletzt, wie es hieß.
Erst in der Nacht zu Montag hatte ein schweres Unwetter im Südwesten Deutschlands Schäden angerichtet. In Rheinland-Pfalz, Hessen und Baden-Württemberg musste die Feuerwehr Hunderte Male ausrücken.
Bis Donnerstag soll es den Meteorologen zufolge regnerisch bleiben. Sie rechnen teilweise mit 30 bis 70 Litern Niederschlag pro Quadratmeter. Gute Aussichten gibt es erst zum Finale der Fußballweltmeisterschaft. "Pünktlich zum Wochenende deuten sich sommerlichere Temperaturen, weniger Schauer und mehr Sonnenschein an", hieß es vom DWD.