Gift: TBT auch an Bieretiketten und Kartoffeln - DER SPIEGEL
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Gift TBT auch an Bieretiketten und Kartoffeln

Der Schadstoff Tributylzinn (TBT), der bereits in Sporttrikots und Sardinendosen nachgewiesen wurde, ist offenbar weiter verbreitet als bisher angenommen: Bieretiketten, Radfahrerhosen, Kartoffeln - die Liste reißt nicht ab.
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Dresden - TBT sei bisher nicht ernst genommen worden, sagten Experten der "Sächsischen Zeitung". Daher sei das Gift, das im Verdacht steht, hormonelle Veränderungen im Menschen zu bewirken, eine Zeitlang in breitem Umfang eingesetzt worden.

"Wir bekommen beinahe täglich neue Meldungen, wo TBT plötzlich auftaucht", sagte Andreas Gies, zuständiger Fachgebietsleiter im Umweltbundesamt der Zeitung. So wiesen Radfahrerhosen teilweise erhebliche Konzentrationen von TBT auf. Ebenso ist es jetzt an Kartoffeln und im Klebstoff von Bieretiketten nachgewiesen worden. Das internationale Hochschulinstitut Zittau fand den gefährlichen Stoff auch in Haushaltsgegenständen aus Plastik.

Mit TBT belastet sind nach Untersuchungen des Bundesumweltamtes auch Elbfische, vor allem im Mündungsgebiet, weil das Gift bei Schiffsanstrichen verwendet wird. Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) hatte sich für ein schnelles Verbot des Stoffes ausgesprochen.