Glückspilze und Pechvögel 2006 Im Sofaschlitz steckengeblieben
Hamburg - Rekord-Jackpot: Den mit 37,7 Millionen Euro gefüllten größten Jackpot der deutschen Lotto-Geschichte hat ein Krankenpfleger und Familienvater aus Westfalen gewonnen. Der 41-Jährige hat drei Kinder, zwei Jungen im Alter von zwei und neun Jahren und eine zwölfjährige Tochter. Sein Tipp kostete ihn 9,50 Euro.
Lotto-Déjà-vu
Lotto-Millionär aus Gewohnheit: Zum zweiten Mal binnen vier Jahren hat ein 59-Jähriger aus Oberfranken Lotto-Millionen gewonnen. Gemeinsam mit einem 28 Jahre alten Kollegen gewann der Angestellte knapp sechs Millionen Euro. Vor vier Jahren hatte der Mann bereits 1,3 Millionen Euro im Spiel 77 gewonnen.
Gully-Tauchen
Auf der Suche nach seinem Autoschlüssel ist ein Mann in Berlin kopfüber in einen Gully gerutscht und dabei fast ertrunken. Der 48-Jährige hatte den Abwasserschacht geöffnet und nach seinem Schlüssel geangelt. Ein anderer Autofahrer bemerkte, dass der Pechvogel vollständig in den Gully rutschte, und alarmierte die Polizei. Mit ihren Taschenlampen konnten die Beamten nur noch die Schuhe des Mannes erkennen, schafften es aber, ihn aus dem Abwasser nach oben zu ziehen. Der 48-Jährige gab zunächst keine Lebenszeichen mehr von sich. Erst als ihn die Polizisten erneut mit dem Kopf nach unten drehten, begann er zu husten, und ihm lief eine große Menge Wasser aus Nase und Mund. Seine Fahrzeugschlüssel blieben verschwunden.
Ähnlich ging es einem 21-Jährigen im südafrikanischen Johannesburg. Er saß stundenlang im Kamin eines Hauses fest. Das hatte aber nichts mit weihnachtlichen Bräuchen zu tun. Durch den Kaminschacht wollte er in das Haus einsteigen, blieb aber schnell stecken. Die Feuerwehr versuchte zwei Stunden lang, ihn zu befreien. Schließlich stemmten die Helfer die Kaminwand auf.
Taifun-Wunder
Im Flug: Ein Taifun hat ein 13 Monate altes Baby in Vietnam samt Wiege über ein dreistöckiges Haus geschleudert. Das Kind landete praktisch unverletzt in einem Teich. Der Vater fand den Jungen auf einem Bett von Wasserpflanzen liegend rund 150 Meter vom Haus entfernt. Der Taifun hatte das Dach des Hauses abgerissen. An einem Dachbalken hing die Wiege des Jungen.
Gefährliches Rausch-Ausschlafen
Mehr Glück als Verstand: Ein 16 Jahre alter Schüler aus dem niedersächsischen Schladen, der auf Bahngleisen eingeschlafen und von einem Zug überrollt worden war, kam unverletzt davon. Nach einer durchfeierten Nacht hatte er sich kurzerhand ins Gleisbett gelegt und war eingeschlafen. Ein Nahverkehrszug fuhr über ihn hinweg, ohne ihn zu verletzen - oder zu wecken.
Langfinger ohne Beute
Der entscheidende Fehler: Vergeblich haben Unbekannte im nordrhein-westfälischen Paderborn ein Cabrio aus einer Werkstatt zu stehlen versucht. Verzweifelt versuchten sie, den Motor zu starten - den aber hatten die Mechaniker ausgebaut. Unklar war, wie lange die Diebe brauchten, um dies zu durchschauen.
Pech in Serie
Alles weg: Frau weg, Führerschein weg, Job weg - und alles an einem Freitag dem 13. Ein Pechvogel aus dem westfälischen Soest hatte seinen Kummer nach dem Scheidungstermin in Alkohol ertränkt, prompt erwischte ihn die Polizei am Steuer seines Wagens. Seinem Chef beichtete er den Verlust des Führerscheins, mit dem Ergebnis, seinen Job als Kraftfahrer auch los zu sein.
Wenn es Meteoriten regnet
Geschoss aus dem All: Ausgerechnet ein Meteorit hat die Schrebergartenhütte eines 77-Jährigen aus Troisdorf bei Bonn in Brand gesetzt. Was eigentlich recht unwahrscheinlich klingt, hat dem Rentner sogar Verletzungen eingebracht. Zeugen sprachen von einer Lichterscheinung unmittelbar vor dem Brand. Alle anderen Ursachen konnten ausgeschlossen werden.
Im Sofaschlitz steckengeblieben
Im Sofa verfangen: Ein schwer übergewichtiger Mann aus Düsseldorf hat sich von der Feuerwehr aus seinem Sofa befreien lassen müssen. Der 50-Jährige hatte mit einem Arm im Sofaschlitz nach einer Packung Zigaretten geangelt und sich dabei im Gestell verfangen. Die Feuerwehr trennte ihn mit Hilfe eines Luftkissens von seinem Sofa. Die Zigaretten wurden allerdings vergessen.
dpa/AP