Göttingen Verletzte nach Explosion im Chemieunterricht
Göttingen - Nach Angaben der Polizei ließ eine chemische Reaktion ein Glasgefäß mit eineinhalb Litern Salpetersäure explodieren. Die Schüler und der Lehrer seien von Säurespritzern oder beim Einatmen von Säuredämpfen verletzt worden, sagte Polizeisprecherin Jasmin Kaatz.
Die 13 Verletzten wurden in das Göttinger Universitätsklinikum eingeliefert. Die Schüler einer elften Klasse und der Lehrer würden auf eventuelle Verätzungen der Atemwege beobachtet und seien zunächst für einen Tag stationär aufgenommen worden, sagte ein Sprecher des Klinikums. Schwere Verletzungen hätten sie aber nicht erlitten. Elf weitere Schüler und ein zweiter Pädagoge wurden vorsorglich zur Untersuchung in ein zweites Göttinger Krankenhaus gebracht.
Die Ursache der Explosion wird von einer technischen Ermittlungsgruppe der Polizei untersucht. Einer ersten Begutachtung zufolge habe eine heftige chemische Reaktion das Gefäß mit Salpetersäure zerbersten lassen, sagte Polizeisprecherin Kaatz. "Wir schließen aus, dass jemand den Glasbehälter einfach fallen ließ", sagte sie.
Der Unfall im Chemie-Unterricht ereignete sich um 8.30 Uhr am Morgen. Das Gymnasium wurde anschließend komplett geräumt. Die 1100 Schüler wurden nach Hause geschickt.
han/AP