Google sei Dank - DER SPIEGEL
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INTERNET Google sei Dank

• aus DER SPIEGEL 44/2004
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Ein australischer Journalist, der Mitte Oktober im Irak entführt wurde, befindet sich wieder in Freiheit - weil die Entführer sich mit der Internet-Suchmaschine Google von dessen Neutralität überzeugt hatten. John Martinkus, ein erfahrener Kriegsreporter, hatte für den australischen Fernsehdienst SBS an einer Reportage über den schiitischen Rebellenführer Muktada al-Sadr gearbeitet, als er, auf vermeintlich sicherem Gelände, direkt gegenüber der australischen Botschaft in Bagdad von Unbekannten verschleppt wurde. Die Geiselnehmer verhörten Martinkus und bedrohten ihn mit dem Tode - offenbar glaubten sie, er sei Mitarbeiter der Amerikaner. Erst nachdem die Entführer die Angaben des Reporters mittels Google überprüft hatten, änderte sich deren Verhalten: »Als sich herausstellte, dass ich unabhängiger Journalist bin und die Besatzung nicht unterstütze, wurde ich mit Respekt behandelt«, sagte Martinkus. 24 Stunden nach seiner Entführung war er wieder frei.

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