Gestorben Gordon Lightfoot, 84
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Der kanadische Musiker und Songwriter erhielt den vielleicht größten Ritterschlag der Rockmusik, denn Bob Dylan sagte einmal über ihn: »Mir fällt kein Lied von Gordon Lightfoot ein, das ich nicht mag.« Jedes Mal, wenn er einen Song von ihm höre, wünsche er sich, dass das Lied ewig dauern möge. 1986, als Dylan höchstpersönlich eine Rede zu Lightfoots Aufnahme in die Canadian Music Hall of Fame hielt, lobte er dessen »seltenes Talent«.
Der 1938 in Orillia, Ontario, geborene Sänger wurde im Folk-Boom der Sechzigerjahre zum Geheimtipp unter US-Musikern, die seine poetischen Songs schätzten und coverten, darunter Dylan selbst, der Lightfoots »Early Mornin’ Rain« 1970 für sein Album »Self Portrait« aufnahm. Erst als sich Lightfoot in den Siebzigerjahren dem Pop zuwandte, gelang ihm selbst der Durchbruch mit Hits wie »If You Could Read My Mind« und »Sundown«.
In seiner Heimat galt Lightfoot nicht zuletzt wegen der regionalen Bezüge seiner Lieder als Nationalheld. Kanadas Premierminister Justin Trudeau, der ihm einmal begegnete, als er noch ein Kind war, veröffentlichte zum Tod des Musikers eine Trauernote, in der er schrieb: »Lightfoot erzählte mit seiner Musik Geschichten, die den kanadischen Geist einfingen.« Vor allem sein ikonischer, 1967 veröffentlichter Song »Canadian Railroad Trilogy« werde für immer Teil des musikalischen Erbes Kanadas sein. Gordon Lightfoot starb am 1. Mai in Toronto.