Sechs Dörfer betroffen Erneut Waldbrand auf Gran Canaria - 2000 Menschen in Sicherheit gebracht
Wald in Brand: Polizisten und Anwohner beobachten die Flammen in der Gemeinde Vallesco
Foto: Desiree Martin/ AFPErneut ist in den Bergen der spanischen Urlaubsinsel Gran Canaria ein schwerer Waldbrand ausgebrochen. Mehr als 2000 Menschen seien im Zentrum der Insel in Sicherheit gebracht worden, teilte der Sicherheitsrat der Regierung der Kanarischen Inseln mit.
Der Brand war am Samstagabend nahe des Ortes Valleseco ausgebrochen und hatte sich schnell auf mehr als 400 Hektar ausgebreitet. Insgesamt sechs Ortschaften sind nach Angaben des Notfalldiensts betroffen, darunter wieder die Gemeinden Tejeda und Artenara, die schon vor einer Woche wegen eines starken Feuers in den Bergen evakuiert wurden. Mehrere Straßen wurden gesperrt.
Lage sieht "nicht gut aus"
Ein Luxushotel und ein bei Touristen beliebter Aussichtspunkt im bergigen Zentrum der Ferieninsel wurden geräumt, wie die Inselverwaltung mitteilte. "Verlassen Sie das Gebiet", hieß es in Großbuchstaben in einer Twitter-Botschaft.
Das spanische Fernsehen sprach von einer "komplizierten Nacht", da das Gebiet teilweise schwer zugänglich sei. Die Lage sehe derzeit auch wegen der Temperaturen, der Winde und der Trockenheit "nicht gut aus".
Die Feuerwehr war auch mit Hubschraubern und Löschflugzeugen im Einsatz. In der vergangenen Woche waren in der Region südwestlich der Hauptstadt Las Palmas bereits rund 1500 Hektar verbrannt.