Graubünden Der Wolf ist tot
Chur - Die wenigen Wölfe, die sich in den Schweizer Bergtälern aufhalten, sind eigentlich geschützt. Dabei wird in Kauf genommen, dass Isegrimm hin und wieder auf den Almen zuschlägt und ein Haustier reißt. Der Wolf, der sich seit März im Graubündner Bergell in der Schweiz und im italienischen Grenzgebiet aufhielt, hat sich zu oft bei Bauern bedient. Als die Grenze von 50 Schafen überschritten war, war das Schicksal des Tieres besiegelt. Nun sei er im Bergell erlegt worden, teilte das Bündner Jagd- und Fischereiinspektorat mit.
Die Bündner Regierung hatte das im Frühling aus Italien eingewanderte Raubtier am 21. August zum Abschuss freigegeben. Es hatte insgesamt vierzehn Mal angegriffen. Nicht nur die 50 Schafe und Lämmer hat das Tier getötet, sondern es soll auch mehrere Haustiere verletzt haben.
Letztmals wurde in Graubünden 1978 ein Wolf auf der Lenzerheide geschossen. Die Abschussbewilligung für den Bergeller Wolf war die vierte, die die Behörden seit 1995 ausgestellt haben.