Greenpeace Noch mehr giftige Babywindeln
Hamburg- Bei der Untersuchung von zehn Windeln verschiedener Hersteller habe das norddeutsche Umweltlabor Galab lediglich in vier Sorten keine Organozinnverbindungen entdeckt, teilte die Organisation am Freitag in Hamburg mit. Vier Sorten hätten zwar das hochgiftige Tributylzinn (TBT) nicht enthalten, dafür aber giftiges Dibutylzinn (DBT). Zwei Windelsorten seien mit beiden Giften belastet. Greenpeace forderte die Verbraucher auf, belastete Windeln an die Hersteller zurückzuschicken.
Bereits vor wenigen Tagen hatte die Umweltschutzorganisation über TBT in Windeln berichtet. Die schädlichen Substanzen fänden sich in "Pampers Baby Dry" von Procter & Gamble, in "Fixies Ultra Dry" von der Paul Hartmann AG und in "United Colors of Benetton Junior unisex" von LedysanSpa, berichtete Greenpeace. TBT störe den Hormonhaushalt und das Immunsystem. Beim Menschen könne es zur Abwehrschwäche führen.
Der Organisation zufolge hatten in der Untersuchung vier Marken keine Organozinnverbindungen enthalten: Es handle sich um die Windelmarken "Moltex Öko Höschenwindeln Junior", "Budni Midi" (Moltex-Windeln, die im Auftrag der Drogeriekette Budnikowsky hergestellt werden), die "Moltex Extra Dry" und "Höwi, Boy & Girl Maxi" (Penny).
Dagegen waren die Windelmarken "Vibelle" (Aldi), "Premium AS sanft fürs Baby Unisex" (Schlecker), "Cosies Premium" (Wal Mart), "Moltex Comfort Boys & Girls", "Ja! Kompakt" (Rewe) und "Mola" (Papierwerk Halstrick) mit Organozinnverbindungen belastet, erklärte Greenpeace.