Griechenland Heftiges Erdbeben erschüttert Peloponnes
Athen Das Beben auf der Peloponnes-Halbinsel im Süden des Landes hat nach Angaben des geodynamischen Instituts in Athen die Stärke 6,5 auf der nach oben offenen Richter-Skala gehabt und sich um 6.14 Uhr MEZ ereignet. Das Epizentrum lag demnach nahe Leonidio, rund 150 Kilometer südlich der Hauptstadt Athen. Bisher seien aber keine Toten oder schwere Schäden gemeldet worden, hieß es aus Polizeikreisen eine Stunde nach dem Beben.
"Das Erbeben ereignete sich in einer Tiefe von mehr als 70 Kilometern. Deshalb gab es keine Opfer", erklärte ein Experte des geodynamischen Instituts. Zahlreiche Menschen in Athen und im Westen des Landes wurden jedoch von den Erdstößen geweckt und rannten in Panik auf die Straße. Das Beben sei bis in den Süden Italiens zu spüren gewesen, erklärte der italienische Zivilschutz. Auch dort habe es aber keine Opfer oder Sachschäden gegeben.
"Es gab eine Panik und in den Haushalten fielen Gegenstände zu Boden, größere Schäden hat es aber nicht gegeben", sagte der Bürgermeister von Leonidio, Ilias Manos, im Fernsehen. In mehreren griechischen Städten riefen besorgte Bewohner bei Notrufdiensten und den Medien an. "Das Haus hat schrecklich gewackelt", sagte eine Frau aus einem Athener Vorort im Radio.
In Europa ist Griechenland das am stärksten von Erdbeben betroffene Land. Kleinere Beben kommen alle paar Wochen vor. Im Jahr 1999 wurden bei einem Erdbeben der Stärke 5,9 in Athen 143 Menschen getötet.
sto/AFP/Reuters