Griechisches Fährunglück Sieben Tote im Wrack
Athen - Am Nachmittag sollen in 30 Meter Tiefe die Autodecks des Schiffes untersucht werden. Es wird befürchtet, dass dort weitere Opfer gefunden werden könnten. Das Schiff war in der Nacht zum Mittwoch auf ein Riff gelaufen und untergegangen. Das Unglück überlebten 452 Menschen, darunter 22 Deutsche.
Die Staatsanwaltschaft der Provinzhauptstadt der Kykladen Syros erhob Anklage gegen den Kapitän und drei Besatzungsmitglieder der Fähre. Ihnen werden mehrfache vorsätzliche Tötung, Körperverletzung und die Nichteinhaltung zahlreicher Navigationsregeln vorgeworfen. Die Generalstaatsanwaltschaft hatte Mordanklage erhoben.
In der Ägäis fahren zurzeit nach Berichten des griechischen Rundfunks insgesamt 360 Fähren aller Art. Davon sind 193 Schiffe mehr als 25 Jahre alt. Überlebende und zahlreiche Kommentatoren griechischer Medien hatten in den letzten Tagen griechischen Reedern vorgeworfen, "veraltete und gefährliche Schiffe einzusetzen, um damit Milliarden zu Lasten der Sicherheit der Passagiere" zu gewinnen.